Nürnberg - Im letzten Heimspiel der Saison empfängt der Club den Zweitliga-Meister aus Gelsenkirchen. Miroslav Klose sprach vor dem Aufeinandertreffen über die besondere Ausgangslage - und rief eine klare Zielsetzung aus.

Nach dem Derby ist vor dem Freundschaftsduell: Auf den 1. FC Nürnberg wartet eine Schalker Mannschaft, die noch bis Mittwoch auf Ibiza tourte, nachdem die Meisterschaft im Unterhaus schon seit dem vergangenen Wochenende feststeht. Erst am Donnerstagnachmittag werden die Knappen zurück auf dem Trainingsplatz erwartet, ehe zwei Tage später das Gastspiel in Franken angesetzt ist.

Die ungewöhnliche Vorbereitung lässt derweil auch FCN-Cheftrainer Klose ein wenig im Trüben fischen: „Ich weiß nicht, wie sie es angehen - ob sie viele oder wenige Spieler tauschen werden“, gab der 48-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem 33. Spieltag an. „Deswegen wird es darauf ankommen, was wir machen.“

Platz sieben? Einstellig soll es sein

Zuletzt machte die Nürnberger Mannschaft eine durchwachsene Figur im 276. Frankenderby. Während der Club nur einen Punkt beim Lokalrivalen mitnahm, konnte Karlsruhe zeitgleich drei Zähler einstreichen und den Altmeister von Platz acht verdrängen. Von Rang sieben - bekanntlich vor Saisonbeginn als Minimalziel ausgerufen - trennen den FCN derzeit vier Punkte. Jedoch sprach sich Klose nun ohnehin für eine andere Maßgabe aus: „Einstellig“ wolle er die Spielzeit abschließen, wenngleich der Übungsleiter selbstredend betonte, lieber Siebter als Neunter werden zu wollen.

„Wir wissen, welche zwei Gegner noch auf uns warten“, spielte Klose auf die bevorstehenden Duelle mit Schalke und Hannover an und weiter: „Aber Fakt ist, dass uns niemand mehr überholen kann, wenn wir unsere Punkte holen.“ Im fränkischen Rückspiegel haben sich etwa formstarke Kieler in Lauerstellung gebracht. Angesichts von nur einem Zähler Rückstand dürfte allen voran die Mannschaft von Tim Walter in der Lage sein, den Nürnbergern eine Endplatzierung in der oberen Tabellenhälfte noch streitig machen zu können.

Zoma und Gruber mit an Bord

Gute Nachrichten waren indes von personeller Seite zu vermelden: Top-Torjäger Mohamed Ali Zoma steht mindestens vor seiner Rückkehr in den fränkischen Kader. Auch Kapitän Fabio Gruber, der die Einheit am Mittwoch abgebrochen hatte, soll einsatzbereit sein. „Ich gehe davon aus, dass beide dabei sein werden“, kündigte Klose an. Dass die Leistungsträger Zoma und Gruber dem FCN gegen die Königsblauen gut zu Gesicht stehen könnten, ist kein Geheimnis: Noch immer stellt S04 die mit Abstand beste Hintermannschaft in Liga zwei. In der Rückrunde hat die Mannschaft von Miron Muslic zudem offensiv zugelegt - Dzeko und Co. lassen grüßen.