Nürnberg - Erst mit der Rückkehr von Henri Koudossou wurde die Dauerbaustelle Rechtsverteidiger beim FCN geschlossen. Da die Leihe des 26-Jährigen endet, wägt der Club nun seine Optionen ab - und hat einige Akteure auf dem Radar.

Neben der Sturmspitze war die Rechtsverteidiger-Position lange Zeit eine der wesentlichen Schwachstellen im Team von Miroslav Klose. Schon die Transferaktivitäten im vergangenen Sommer deuten darauf hin, dass die ursprünglichen Planungen hier anders ausgesehen hatten: Eigentlich sollten die beiden Jungspunde Tim Janisch und Justin von der Hitz um den Stammplatz konkurrieren, daraus wurde allerdings nichts. Letzterem wurde die Zweitliga-Tauglichkeit zunächst abgesprochen, sodass der Club noch einmal nachbessern musste, was er in Person von Henri Koudossou auch tat.

Nach Ausfall von Koudossou: Dauerbaustelle Rechtsverteidiger

Die Bundesliga-Leihgabe verletzte sich jedoch nach nur wenigen Einsätzen, in denen Koudossou durchaus zu gefallen wusste, am Sprunggelenk und fehlte den Franken rund fünf Monate lang. In der Zwischenzeit durfte sich erst der inzwischen abgewanderte Tim Drexler mit Janisch um den Startplatz duellieren, ehe ab dem 22. Spieltag plötzlich von der Hitz viermal in Folge von Beginn an auflief. Nachhaltig überzeugen konnte jedoch keiner der Akteure. Immerhin ließ der 19-jährige von der Hitz seine Stärken im Spiel mit Ball aufblitzen - die gelernte Offensivkraft offenbarte allerdings einige Defizite in der Rückwärtsbewegung.

Mittlerweile hat Platzhirsch Koudossou seinen Platz rechts hinten längst wieder eingenommen. Wie lange dies noch der Fall sein wird, ist indes offen: Sein Leihvertrag läuft aus, der Club würde Koudossou nach kicker-Informationen gerne über den Sommer hinaus im Frankenland halten. Das Heft des Handelns hält hier letztlich Stammverein Augsburg in der Hand. Die Schwaben dürften registriert haben, dass sich gleich mehrere Zweitligisten für den Außenverteidiger interessieren.

Offensivdrang en masse: Club hat zwei Kandidaten im Visier

Umso besser also, dass der FCN auch alternative Lösungen in Betracht zieht. Fast schon naturgemäß richtet sich der Blick unter anderem nach Verl, wo Oualid Mhamdi einen exzellenten Arbeitsnachweis erbringt. Neun Tore und acht Vorlagen gehen in der laufenden Drittliga-Saison auf das Konto des kopfballstarken 1,86-Meter-Mannes. Wie das Portal liga-zwei.de schreibt, soll es der 22-Jährige den Nürnberger Verantwortlichen angetan haben. Mhamdi, der zwischen 2022 und 2025 bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag stand, wäre wohl zudem äußerst erschwinglich: Sein Arbeitspapier beim Drittligisten gilt nur noch bis Sommer. Nicht ausgeschlossen also, dass die inzwischen berüchtigte Nürnberger Pipeline nach Verl ein viertes Mal zur Nutzung kommt.

Ein weiterer Name, der aktuell durch die Medien spukt, ist der von Giannis Masouras. Laut CLUBFOKUS, die sich auf zypriotische Quellen berufen, führt eine Fährte zum erfahrenen Griechen, aktuell in Diensten von Omonia Nikosia. Auch der Vertrag des 29-Jährigen läuft in den kommenden Monaten aus. Beim dortigen Meister gehörte Masouras über weite Strecken der Saison zum Stammpersonal und kam auch in der Conference League zum Einsatz. Dabei steuerte der Rechtsverteidiger wettbewerbsübergreifende zwei Treffer und sechs Assists bei. Nach Adam Markhiev im Vorjahr könnte Masouras womöglich der nächste Akteur werden, der den Weg von der Mittelmeerinsel an den Valznerweiher geht.