
Zum 13. Mal findet der Fränkische Bratwurstgipfel im Wiesweiherpark in Pegnitz statt – und zum 13. Mal wird sich zeigen, wer die beste Bratwurst Frankens macht. Am Sonntag, 17. Mai 2026, treten acht Metzgereien aus der Region gegeneinander an. Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 11 Uhr mit dem feierlichen Einzug der Metzgerinnen und Metzger, ab 12 Uhr starten die Juryrunden und um 17 Uhr steht dann die Siegerehrung auf dem Programm. Die Veranstaltung endet um 18 Uhr.
So läuft der Wettbewerb beim Fränkischen Bratwurstgipfel ab
Bewertet wird in zwei Kategorien: der klassischen Bratwurst und der Kreativbratwurst. Beide Runden werden von einer Fachjury aus Metzgern, Gastronomen und Sterneköchen beurteilt – anonym und nach Punktesystem. Zusätzlich stimmt das Publikum per QR-Code über seinen Favoriten ab. Jeder kann bis zu fünf Stimmen vergeben, die klassische Sterne ersetzen.
Rund 20 verschiedene Bratwurst-Variationen kommen an diesem Tag auf den Grill. Für Menschen ohne Fleischkonsum gibt es ebenfalls Alternativen: Der Gößweinsteiner Hofladen bietet Pasta- und Gemüsegerichte an, die Bayreuther Gastronomie Engins Ponte sorgt für Kaffee und Gebäck.
Fränkischer Bratwurstgipfel: Die acht Teilnehmer und ihre Würste
Ob alteingesessene Familienbetriebe oder Newcomer – das Teilnehmerfeld 2026 ist bunt gemischt:
- Landmetzgerei Birklein (Scheinfeld): Wildschweinbratwurst / „Scheinwerfer-Lindwurm“ (Chili-Cheese-Style)
- Metzgerei Finkenhof (Michelau): Coburger Bratwurst / Bacon-Cheese-Bratwurst
- Metzgerei Freyberger (Nürnberg): Freyberger Fränkische / „Montreal Maple“
- Metzgerei Kachler-Hoferer (Sugenheim): Fränkische im Bendel / Traube-Nuss-Bratwurst
- Jan Renner (Meeder): Hausmacher Bratwurst Coburger Art / Wildschwein-Bärlauch-Bratwurst
- Römer Gastro und Event UG: Fränkische Bratwurst / „Sauerei“ (Pulled Pork, Cheese)
- Metzgerei aus dem Frischecenter Wagner (Coburg): Coburger Bratwurst / „Samba-Colada-Bratwurst“
- Metzgerei Wunderlich (Kirchenlamitz): Kirchenlamitzer Bratwurst / „Franken-Hotdog“
Eine einzelne Bratwurst kostet rund 4,50 Euro, kleinere Probierportionen gibt es ab etwa 2,50 Euro.
Vom Jagdpassionisten zum Metzger – die Geschichten hinter den Betrieben
Nicht alle Teilnehmer kommen aus klassischen Familienbetrieben. Jan Renner aus Meeder kam über die Jagd zur Wurstherstellung, experimentierte zunächst im kleinen Kreis und verkauft seine Produkte bis heute über eine WhatsApp-Gruppe. Marcel Birklein von der Landmetzgerei Scheinfeld war ursprünglich Maschinenbauer, machte nebenbei eine Metzgerlehre und gründete erst 2024 seinen eigenen Betrieb – spezialisiert auf Wild, möglichst ohne Zusatzstoffe.
Demgegenüber stehen Betriebe mit langer Tradition: Die Metzgerei Wunderlich aus Kirchenlamitz besteht seit 1907, mehrere Generationen arbeiten gemeinsam im Unternehmen. Volker Gagel von der Metzgerei Finkenhof ist seit zwölf Jahren beim Bratwurstgipfel dabei und hat nur ein einziges Jahr ausgesetzt.
Rahmenprogramm: Musik, Tourismusstände und mehr
Durch den Tag führt Moderator Christian Höreth. Für musikalische Unterhaltung sorgen „Die Zünftigen“ und „Play again Sam“. Außerdem gibt es eine Tourismusbörse der Metropolregion Nürnberg. Veranstaltet wird der Bratwurstgipfel vom Verein zur Förderung der fränkischen Bratwurstkultur e.V. Schirmherr ist Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.
Fränkischer Bratwurstgipfel 2026: Die wichtigsten Infos
Wann? Sonntag, 17. Mai 2026, 11 bis 18 Uhr
Wo? Wiesweiherpark, 91257 Pegnitz
Eintritt: frei
Anreise mit dem Auto: Von Nürnberg über die A9 Richtung Berlin, Abfahrt Pegnitz, rund 45 Minuten Fahrtzeit. Parkplätze sind ausgewiesen, frühzeitige Anreise empfohlen.
Anreise mit dem Zug: Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich schwieriger. Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Pegnitz ist wegen Sanierungsarbeiten bis voraussichtlich Mitte September 2026 nur eingeschränkt befahrbar. In diesem Zeitraum ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, der am Bahnhof Pegnitz Halt macht. Von dort sind es etwa zehn Gehminuten zum Veranstaltungsort.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir auf die reguläre Zugverbindung zwischen Nürnberg und Pegnitz verwiesen. Tatsächlich ist die Strecke wegen Sanierungsarbeiten derzeit nur per Schienenersatzverkehr befahrbar. Wir haben den Artikel am 5. Mai 2026 entsprechend aktualisiert.