München - Die Freinacht war im Freistaat weitestgehend ruhig. Doch in einem Regierungsbezirk trieben gleich mehrere Gruppen ihr Unwesen.

Zugeklebte Briefkästen, Senf auf Türklinken oder mit Eiern beworfene Hauswände: Die Nacht zum 1. Mai ist traditionell für Streiche dieser Art bekannt. In diesem Jahr hat es nach Angaben der Polizeipräsidien aber nur vergleichsweise wenige Vorfälle in Bayern gegeben. Lediglich in Schwaben war einiges los. 

In Finningen nahe Neu-Ulm wurde ein Mann verletzt, der einen Maibaum beschützen wollte. Zusammen mit anderen habe der 44-Jährige den Baum aufgestellt, als sich ein Auto näherte. Auf dem Beifahrersitz soll laut Polizei ein Mann mit laufender Kettensäge gesessen haben, der den Baum zersägen wollte. Der 44-Jährige hielt sich deshalb an dem Wagen fest. Als das Auto losfuhr, wurde der Mann mitgeschleift und leicht verletzt. 

Trampoline, Gartentore und Anhänger entwendet

In mehreren schwäbischen Dörfern wurden Trampoline und andere Gegenstände aus Gärten entwendet, aber auch ganze Gartentüren oder Anhänger seien abhandengekommen, sagte ein Polizeisprecher. Meistens seien diese dann alle an einen zentralen Ort wie den Marktplatz gebracht worden, wo die Besitzer ihr Hab und Gut dann wieder abholen konnten. 

Insgesamt sprach ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord von einem höheren Einsatzaufkommen. Statt der normalerweise üblichen rund 400 Einsätze seien innerhalb von 24 Stunden etwa 570 Einsätze bei den Beamten zusammengekommen. 

Nur wenige Einsätze in anderen Landesteilen

24 mit der Freinacht zusammenhängende Einsätze zählte die Polizei in der Oberpfalz. Dabei sei es zu keinen größeren Ereignissen gekommen, lediglich kleinere Sachbeschädigungen nahmen die Beamten auf. Auch andere Polizeipräsidien berichteten von keinen größeren Vorkommnissen. Das Präsidium in Unterfranken sprach sogar von überhaupt keinen Einsätzen im Zusammenhang mit der Freinacht.