
Mit dem jüngsten 1:0-Erfolg über Magdeburg steht fest, dass der 1. FC Nürnberg in seine achte Zweitliga-Saison in Serie geht. Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen derweil bereits auf Hochtouren. Nun könnte die erste Neu-Verpflichtung am Valznerweiher bevorstehen: Wie BILD berichtet, befindet sich der Club in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit Innenverteidiger Fynn Otto vom SC Verl, dessen Vertrag beim Drittligisten zum Saisonende ausläuft. Nach Fabio Gruber und Tom Baack könnte der Abwehrspieler schon der dritte Akteur sein, der binnen anderthalb Jahren den Weg aus der westfälischen Stadt in die Franken-Metropole findet.
Vielversprechendes Profil
Der Defensivmann, der ein Gardemaß von 1,92 Meter mitbringt, zählt beim derzeitigen Tabellensechsten in Liga drei zu den absoluten Leistungsträgern. Otto stammt aus der Jugend von Eintracht Frankfurt, wo der 24-Jährige 2020 auch seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Vor zwei Jahren kehrte er seinem langjährigen Ausbildungsverein dann den Rücken und heuerte in Verl an.
In der noch laufenden Saison hat sich Otto zu einem der besten Innenverteidiger der 3. Liga gemausert. Der gebürtige Hesse gilt als beidfüßig und besticht unter anderem mit Progressivität im Aufbauspiel. Auch in Sachen Kopfballspiel und Zweikampfquote zählt der Abwehrmann zur obersten Güteklasse in Liga drei. Zudem trägt der ehemalige Juniorennationalspieler das Spielgerät gerne aus der Defensive nach vorne, was beim Club unter Miroslav Klose ebenso ein wiederkehrendes Stilmittel ist - man denke etwa an Finn Jeltsch oder auch Luka Lochoshvili. Entsprechend würde das Profil Otto dem FCN insbesondere dann gut zu Gesicht stehen, sollten sie in Zukunft einen spielerischen Ansatz wählen.
Wie plant der Club in der Innenverteidigung?
Inwieweit eine mögliche Verpflichtung Ottos indes bereits als Vorgriff auf mögliche Abgänge zu verstehen ist, wird sich zeigen. Der Defensivspezialist bekleidet in der Mannschaft von Trainer Tobias Strobl die Rolle des linken Innenverteidigers. Dort läuft beim FCN derzeit bekanntlich Luka Lochoshvili auf. Die nicht selten beeindruckenden Darbietungen des georgischen Nationalspielers dürften allerdings auch andernorts registriert worden sein.