Kunst, Spitzen, Tradition und Emotionen: Das waren die Choreos der letzten Frankenderbys
27.04.2026, 13:54 Uhr
Wenn die Fürther Spielvereinigung auf den 1. FC Nürnberg trifft, liefern sich nicht nur die Spieler auf dem Feld intensive Duelle. Auch die Fans beider Vereine stehen im Wettstreit: Wer zeigt die beeindruckendste Choreo?

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1/45 - Beim 254. Frankenderby trafen Club und Kleeblatt am 20.12.2011 im DFB-Pokal-Achtelfinale in Nürnberg aufeinander. Die Nürnberger inszenierten passend zur Weihnachtszeit in der Nordkurve die Derby-Choreo mit Geschenkpapier. © Sportfoto Zink/WoZi

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2/45 - Die Fürther Fans hatten trotz Verbotsdebatte Pyrotechnik dabei. Über dem Fanblock stieg grüner und schwarzer Rauch auf. © Stefan Hippel

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3/45 - Beim 255. Frankenderby am 24.11.2012 in Fürth begeisterten beide Fanscharen mit tollen Choreografien. © Sportfoto Zink/JüRa

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4/45 - Während die Kleeblatt-Fans auf der Nordtribüne im tiefsten Fränkisch den Stolz auf ihre Herkunft zum Ausdruck brachten... © Sportfoto Zink

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5/45 - ...brachten die Cluberer reichlich Ironie mit: "Die Rückkehr der Zigarettenbürschle" hieß es bei ihnen - eine Anspielung auf den Platzsturm nach der 0:1-Pleite im Pokalderby im Dezember 2011, als die "Zeit" die Clubfans eben so bezeichnete. © Sportfoto Zink

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6/45 - Die Nürnberger Nordkurve wollte Fürth beim 256. Frankenderby am 21. April 2013 zwar mit Gewalt Weisheit einflößen, hatte an diesem Tag aber etwas den fußballerischen Sachverstand vermissen lassen. Punktelieferant Fürth? Oftmals ja, diesmal nein. © Sportfoto Zink

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7/45 - Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung bekam den Trichter verpasst - eine Replik auf das gerichtlich gekippte Betretungsverbot der Fürther Innenstadt für Clubfans beim Hinspiel. Nunja, war schon ein bisschen derb, oder? © Sportfoto Zink

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8/45 - Tausendfach leuchtet das Nürnberger Stadtwappen in der Frühlingssonne. © Sportfoto Zink

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9/45 - Am 11.08.2014 präsentierten die Kleeblatt-Fans eine Choreo zur Erinnerung an Fürths erste Deutsche Meisterschaft im Jahr 1914. © Sportfoto Zink / WoZi

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10/45 - Die Fürther hatten sich nach damaligem Modus in der 154. Minute gegen den VfB Leipzig durchgesetzt. © Sportfoto Zink / WoZi

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11/45 - Die Clubberer zeigten beim 257. Frankenderby eine Choreo rund um das Zitat "Wir sind der singende, tanzende Abschaum der Welt" aus dem Film "Fight Club". © Sportfoto Zink / DaMa

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12/45 - Mit einer Huldigung an das Nürnberger Christkind schickten die Club-Fans ihre Mannschaft am 20.12.2014 in das 258. Frankenderby. © Sportfoto Zink / DaMa

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13/45 - Garniert wurde das Ganze vom Spruchband: "Doch bleibt's alle Zeit, ihr Herren und Frau'n: das Nürnberg das ihr seid - bis in die Ewigkeit. Bedenkt, wer alles schon hat, braucht nichts geschenkt!" © Sportfoto Zink / DaMa

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14/45 - Dazu hielt die Nordkurve gold-silberne Folien in die Luft. © Sportfoto Zink / DaMa

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15/45 - Beim 259. Frankenderby am 13.09.2015 in Fürth präsentierten die Fürther Horidos eine aufwendige Choreographie. © Sportfoto Zink / JüRa

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16/45 - Diese zeigte noch mal die Tore vom 5:1 aus dem Derby im August 2014. © Sportfoto Zink / JüRa

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17/45 - Monatelang schlugen sich die Fürther Horidos die Nächte um die Ohren, um die Choreo fertigzustellen. © Sportfoto Zink / WoZi

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18/45 - Es war zugleich die teuerste Choreographie in der Geschichte der Horidos. Sage und schreibe 6461,72 Euro kosteten Fahnenstoff, Farbe, Holzlatten und Co. © Sportfoto Zink / JüRa

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19/45 - Doch alle Kosten und Mühen hatten sich gelohnt: Die Fürther Zuschauer waren begeistert. © Sportfoto Zink / JüRa

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20/45 - "Wir sind der Zorn Gottes. Die Erde, über die wir gehen sieht uns und bebt". Das Motto der Club-Fans zum 261. Frankenderby stammt aus dem Film "Aguirre - der Zorn Gottes". © Sportfoto Zink / WoZi

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21/45 - Auf der anderen Seite gefallen die Kleeblatt-Fans mit grünen und weißen Fahnen. Dazu der Spruch: "Wir singen für grün. Wir springen für weiß. Wir eskalieren, wenn sich eines mit dem anderen vereint". © Sportfoto Zink / WoZi

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22/45 - "Sou a Glubbsau möcht iech niemals sein", lautet die Spitze der Kleeblatt-Fans im 262. Frankenderby. © Sportfoto Zink / WoZi

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23/45 - Die Message der Kleeblatt-Fans wurde von den Weiß-Grünen auf dem Platz nicht umgesetzt. Der Club entschied das 263. Frankenderby mit 3:1 für sich. © Sportfoto Zink / WoZi

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24/45 - In der Tat. Zumindest vorübergehend. © Sportfoto Zink / DaMa

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25/45 - Als Derbysieger und Aufstiegsaspirant geht der Club ins 264. Frankenderby. Am Ende steht jedoch ein 0:2 gegen ein abstiegsbedrohtes Kleeblatt. © Sportfoto Zink /DaMa

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26/45 - "Unser Kleeblatt das wird niemals untergehen". Auch nicht in der Saison 2017/18. Der Derbysieg sichert Fürth wichtige Punkte im Abstiegskampf. © Sportfoto Zink / WoZi

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27/45 - Das Club-Boot geht in Fürth unter. Zumindest auf der Choreo. © Sportfoto Zink

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28/45 - Ergebnistechnisch ein geteiltes Land. Das 265. Frankenderby endet 0:0. © Sportfoto Zink / Daniel Marr

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29/45 - Abstieg aus der Bundesliga, Zitter-Klassenerhalt in der Relegation, danach zwei Saisons im Niemandsland des deutschen Fußball-Unterhauses und zum Auftakt der neuen Saison direkt eine Niederlage am Millerntor. Nein, sonderlich viele Gründe für sein unbedingtes Selbstvertrauen konnte der Club vor dem 2. Spieltag der Saison 2022/23 eigentlich nicht anführen. Trotzdem waren sich die chronisch von besseren Zeiten träumenden Fans des lange nicht mehr erfolgreichen 1. FC Nürnberg vor dem Duell mit dem Fürther Bundesliga-Absteiger sicher: Ihr Club und seine Fans sind "größer als ihr, größer als alles". © Sportfoto Zink / Daniel Marr

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30/45 - "Alle in weiß", lautete das Motto der Kleeblatt-Anhänger vor dem sommerlichen Gastspiel in Nürnberg. Einzig die Spruchbänder sowie ein Choreo-Element, das einen Fürth-Fan mit Schal zeigte, und die Rauchtöpfe setzten einige grüne Akzente im ansonsten weiß geprägten Gästeblock. © Sportfoto Zink

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31/45 - Es gibt Dinge, die im Leben und insbesondere im Leben von Fußball-Fans unweigerlich zu einer bestimmten Konsequenz führen. So zählen sowohl Derbys als auch Flutlichtspiele am Abend zu den geläufigen "Risikofaktoren" für Pyrotechnik im Stadion. © Sportfoto Zink

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32/45 - Beim 270. Frankenderby kam beides zusammen: Das Flutlicht leuchtete im Fürther Ronhof, die Bengalos brannten in den Kurven. Zudem prangerten diverse Spruchbänder über dem Nürnberger Block. Die Ultras des 1. FC Nürnberg hatten blockfüllende Banner mit älteren Zeitungsartikeln mitgebracht, auf denen unter anderem von "Glubbchaoten" die Rede ist. Außerdem richtete die aktive Fanszene freundliche Grüße an die Polizei Mittelfranken, erinnerte an einen Spielabbruch im Derby und reflektierte ihr Tun in einer Form poetischer Ambivalenz: "Was wir tun ist richtig, auch wenn es manchmal falsch ist." © Sportfoto Zink

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33/45 - Bei den Heimfans lautete das Motto indes "Musik": Während die kultige Kleeblatt-Hymne erklang, zogen sie im Block das Bild einer grün gekleideten Figur mit markanter Kinnpartie mitsamt dem Schriftzug "Shamrock'n'Roll" hoch. Der Shamrock, der zugleich ein Symbol für Irland ist, meint übersetzt "Kleeblatt". Daneben stand geschrieben: "Die Nord gibt den Sound heute vor und bringt euch in Stimmung für ShamRock 'n' Roll." Begleitet wurde die Choreo von reichlich grünrauchiger Pyrotechnik - wie kann es anders sein. © Sportfoto Zink/Alexander Schlirf

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34/45 - Einen Ausflug in die Götterwelt der antiken Mythologie spendierte die organisierte Fanszene des 1. FC Nürnberg den Besuchern im Max-Morlock-Stadion beim 271. Frankenderby. "Von allen verehrt, von allen vergöttert", lautete das Statement der gewaltigen Choreographie. © IMAGO/Sportfoto Zink

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35/45 - Wenig einladend sehen die Gesichter aus, die der Fürther Anhang im Stadion des Nachbarn präsentiert. "Je später der Abend, desto schöner die Gäste", lautet die Botschaft der Gästefans. © IMAGO/Sportfoto Zink

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36/45 - Für ordentlich Furore sorgten die "Gastgeschenke" der Fürther: Ein wahres Feuerwerk entzündeten die Fans des Kleeblatts - und sorgten für spektakuläre Bilder, aber auch ein teures Nachspiel für ihren Verein: knapp 100.000 Euro muss die Spielvereinigung für die Fan-Aktion berappen. © IMAGO/Sportfoto Zink

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37/45 - Die Choreo, die der Nürnberger Anhang vor dem 272. Frankenderby präsentierte, stand ganz im Zeichen des Protestes gegen einen DFL-Investor. "Den goldenen Schuss vertagt..." © IMAGO/Sportfoto Zink/Daniel Marr

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38/45 - "...die Kurve im Kampf erstarkt!", hieß es auf dem Spruchband der FCN-Fans. © IMAGO/Sportfoto Zink/Daniel Marr

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39/45 - Die Fürther Choreographie war einmal mehr höchst aufwendig - und von Anfang an ein echter Hingucker: Erst hüllte sich die Nordkurve im Ronhof in ein dunkles Grün, neben zwei klassischen Kleeblättern war schlicht "Kleeblattstadt Fürth" auf dem gewaltigen Banner zu lesen. © IMAGO/Sportfoto Zink

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40/45 - Anschließend formulierte ein überdimensionierter Monopoly-Mann eine klare Botschaft: "Macht sie zu Randfiguren und holt euch den Derbysieg!" © IMAGO/Sportfoto Zink

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41/45 - "Auf zum Derbysieg" stand auf dieser "Gemeinschaftskarte". "Zieht über das Rathaus in die Gustavstraße ein und lasst uns gemeinsam den Derbysieg feiern!" Gesagt, getan - den selbstbewussten Ansagen der Fans ließ die Fürther Mannschaft einen 2:1-Sieg folgen. © IMAGO/Sportfoto Zink

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42/45 - Zum 273. Frankenderby empfing die SpVgg Greuther Fürth den ungeliebten Lokalrivalen im Sportpark Ronhof. Die Kleeblatt-Fans organisierten eine mehrteilige Choreo. "Die Geschichten drohen zu verblassen, wenn wir sie nicht stets aufs Neue erzählen" und „Aus dem Schatten heraus - zurück ins Rampenlicht - die traditionsreiche Historie als Auftrag verstehen“, stand in großen Lettern geschrieben © IMAGO / Revierfoto

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43/45 - Die Choreografie der Gäste-Fans, die von den Schriftzügen "Forza FCN" und "Stile di Vita" geprägt war, begleiteten die Nürnberger Anhänger standesgemäß mit reichlich Pyrotechnik. © IMAGO / Sportfoto Zink

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44/45 - "Die Legende" und anschließend "Für immer" schreiben die Nürnberger Fans im 274. Frankenderby über die gesamte Nordkurve. Außerdem ziert das aktuelle Logo und ein historisches Wappen die Kurve, welche durch die Zuschauer in weißen und roten Regenponchos in den Vereinsfarben erstrahlt. © IMAGO / Sportfoto Zink/ Daniel Marr

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45/45 - Im Gästeblock vergleichen die Anhänger der SpVgg Greuther Fürth das Frankenderby mit einem Tauziehen - an der einen Seite die siegreichen Fürther, auf der anderen Seite die am Boden liegenden Feinde von der anderen Seite der Stadtgrenze. Ihrer Forderung "Mit vereinten Kräften die drei Punkte auf unsere Seite ziehen" kommt die Mannschaft allerdings nicht nach: Mit 0:3 unterliegt das Kleeblatt im Max-Morlock-Stadion. © picture alliance/Sportfoto Zink
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