Nürnberg - Es wird wohl nie aufhören: Eine weitere Bank warnt ihre Kunden vor Phishing-Mails, durch die Betrüger an sensible Daten kommen und diese missbrauchen können. Darum geht es.

Aktuell meinen es Betrüger wieder mehr als ernst. Viele große Banken warnen derzeit vor verschiedenen Betrugsmaschen, meistens werden diese per Mail ausprobiert. So auch bei der Easybank (ehemals Barclays). Davor warnt nun auch die Verbraucherzentrale. Konkret geht es - wer hätte es gedacht - um das Thema Phishing via Mail.

Mit einer als offiziell getarnten Mail versuchen die Betrüger die Verbraucherinnen und Verbraucher in eine Falle zu locken. Die Mail, um die es in diesem Fall geht, wird mit dem Betreff „Wichtig: Bestätigung Ihrer Telefonnummer bei easybank“ versendet. In nicht einmal zwei Minuten können die Betrüger durch die fiese Masche an Daten der Kundschaft der Bank gelangen, wenn diese sich hinreißen lassen.

Laut der Verbraucherzentrale sollen die Kunden der Bank nur durch die Bestätigung ihrer Mobilfunknummer weiterhin auf alle Funktionen des Online-Bankings zugreifen können. Angeblich sei diese Bestätigung notwendig, nachdem die Übertragung von Barclays auf easybank abgeschlossen wurde und soll als notwendige Sicherheitsmaßnahme dienen. Dadurch, dass es diesen Wechsel tatsächlich gab, macht es die Begründung deutlich glaubwürdiger und soll als Aufforderung für die Kundschaft nachvollziehbar erscheinen.

Was besonders fies an solchen Maschen ist: Die Betrüger setzen hierbei vor allem auf zeitlichen Druck. So wird bei dieser Betrugsmasche beispielsweise darauf hingewiesen, dass die Frist am 30. April endet. Personen, die die angegebenen Handlungsmaßnahmen nicht durchziehen, sollen daraufhin angeblich die angedrohten Einschränkungen (zum Beispiel keine Überweisungen oder Kontoabfragen) zu spüren bekommen. Gleichzeitig wird das Ergreifen der Bestätigung mit dem Hinweis „weniger als 2 Minuten“ als besonders leicht dargestellt und verleitet den ein oder anderen zu einer schnellen Reaktion - das ist das Gefährliche daran.

Worauf du bei solchen Mails immer achten solltest

Mehr als wiederholen können weder Verbraucherzentrale noch verschiedene Banken die Gefahren und Anzeichen von Phishing-Versuchen nicht. Dennoch gilt auch hier: Wenn du in einer Mail eine unpersönliche Anrede („Guten Tag“, „Lieber Kunde“, oder ähnliches) liest, die Mail von einer unseriösen Absenderadresse geschickt wurde, Fristsetzungen sowie Drohungen einer Kontoeinschränkung und vor allem Links enthalten sind, dann sollten die Alarmglocken läuten. In solchen Fällen solltest du immer direkt über die App oder Website deiner Bank und deinem persönlichen Zugang überprüfen, ob tatsächlich Bestätigungen erforderlich sind. Andernfalls solltest du entsprechende Mails stets ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben.