
Es sind gute Nachrichten, die da aus dem Tierheim Nürnberg kommen: „Einige unserer Pflegeigel sind bald bereit für den nächsten Schritt zurück in die Natur“, schreiben die Tierschützer in einem Post bei Facebook. Nun sind Interessierte gesucht, die den kleinen Stacheltieren ein wenig Starthilfe geben wollen.
Dem Post zufolge, sollten die Igel zunächst einige Zeit in einem geschützten Gehege im Garten wohnen, um sich an die Umgebung, Geräusche und Gerüche gewöhnen zu können. In einem nächsten Schritt könne das Gehege dann geöffnet werden, damit die Igel selbstständig in ihr neues Revier starten können.
Das Tierheim formuliert die folgenden Mindestanforderungen (mehr gehe immer und sei gerne gesehen):
Grundfläche von circa zwei bis vier Quadratmetern
circa 50 Zentimeter hoher Rand (es bieten sich zum Beispiel Holzrahmen für Hochbeete an
Schattiger Ort (wenn es zu warm wird, könnten die Tiere gegebenenfalls wieder aufwachen und das zerrt an den Energiereserven)
Schlafhaus, welches vorab mit ein wenig Material bestückt ist (den Rest holen sich die Tiere nach Vorlieben selber rein und „bauen“ sich ein finales Nest); Nestmaterial: Stroh (kein Heu!), trockenes Laub, trockenes Moos, kleine Äste, Abwechslung anbieten, sofern Platz ist: Gegenstände zum Raufklettern (Stämme, Steine etc.) oder Gegenstände zum Durchlaufen (Rohre, mindestens zwölf Zentimeter mit „Rollschutz“, gewölbte Korkrinde etc.)
Ausgewildert werden die Igel laut Angaben des Tierheims, wenn es acht Nächte in Folge wärmer als 8 Grad ist.
Wer Interesse an einer Aufnahme hat, wird gebeten, Bilder von der Unterbringung und dem Garten per E-Mail an info@tierheim-nuernberg.de zu schicken. Fragen beantwortet das Kleintierhaus telefonisch unter 0911-9198925.
Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steht der westeuropäische Igel ist Oktober 2024 auf der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“. Die Bestände gehen auch in Deutschland zurück. Viele Igel sterben im Straßenverkehr. Gefährlich sind aber auch Mähroboter in Gärten. Immer wieder wird deswegen ein Nachtfahrverbot für die Geräte debattiert.