Bamberg - In Bamberg kam es zu einem Einsatz gegen Drogenkriminalität. Drogen und Waffen wurden sichergestellt. Gegen fünf junge Männer ergingen Untersuchungshaftbefehle.

Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg führten zur Aufdeckung eines mutmaßlichen Rauschgiftnetzwerks im Raum Bamberg. Fünf Tatverdächtige konnten festgenommen werden, wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht, gegen vier von ihnen ergingen bereits Untersuchungshaftbefehle.

Kiloweise Drogen und Waffen gefunden

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im vergangenen Winter, bei dem einer Sechstklässlerin am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg durch einen zunächst unbekannten Täter Ecstasy-Pillen verkauft worden waren. In der Folge ergaben sich Hinweise auf weitere Rauschgiftverkäufe im Stadtgebiet, bei denen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Abnehmer in Erscheinung traten.

Das zuständige Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizei Bamberg leitete daraufhin umgehend intensive Ermittlungen ein. Im Verlauf der aufwändigen und teils verdeckt geführten Maßnahmen identifizierten die Beamten ein Netzwerk lose zusammenarbeitender Personen, die im Verdacht stehen, in erheblichem Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Die Ermittlungen wurden zeitweise durch Kräfte des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie weitere Unterstützungseinheiten begleitet.

Am Mittwoch, 22. April 2026, vollstreckten die Einsatzkräfte auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Bamberg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Insgesamt durchsuchten die Beamten fünf Objekte im Stadtgebiet Bamberg sowie im Landkreis. Dabei stellten sie umfangreiche Beweismittel sicher, darunter

  • rund 300 Gramm Kokain,
  • etwa ein Kilogramm Amphetamin,
  • zirka drei Kilogramm Cannabisprodukte,
  • eine größere Menge Ecstasy-Tabletten sowie
  • zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente mit Bezug zum Betäubungsmittelrecht.

Zudem fanden die Ermittler Bargeld, Kommunikationsmittel sowie Waffen.

Fünf Tatverdächtige festgenommen

Im Zuge der Maßnahmen nahmen die Beamten fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden vier Tatverdächtige - drei Männer und eine Frau - am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der jeweils die Untersuchungshaft anordnete.

  1. Gegen einen 18-Jährigen erging Haftbefehl u.a. wegen bewaffnetem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und bewaffnetem Handeltreiben mit Cannabis.
  2. Gegen einen 19-Jährigen erging Haftbefehl u. a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 17 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.
  3. Gegen einen 18-Jährigen erging Haftbefehl u. a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 15 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.
  4. Gegen eine 18-jährige Deutsche erging Haftbefehl u. a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 7 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg betonen, dass der Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere wenn sich dieser gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, mit aller Konsequenz verfolgt werde. Der Schutz junger Menschen habe hierbei oberste Priorität. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.


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