Nürnberg - Sie stammen aus schlechter Haltung und unterscheiden sich vor allem in ihren Charakterzügen: Das Tierheim Nürnberg sucht nun nach einem neuen Zuhause für die beiden Welpen Nelly und Nino.

Immer wieder kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims Nürnberg um neue tierische Ankömmlinge. Zu den Neuesten gehören dabei die beiden Hunde Nelly und Nino. Das Tierheim Nürnberg sucht nun nach einem neuen Zuhause für die beiden jungen Hunde. Oder besser gesagt: Nach zwei neuen Unterkünften. Denn: Die beiden Tiere sollen getrennt voneinander vermittelt werden.

Wie das Tierheim Nürnberg in einem Beitrag auf Social Media erklärt, kamen die Beiden aus schlechter Haltung. Das Weibchen, Nelly, wiegt derzeit 2,86 Kilogramm, das Männchen, Nino, wiegt circa sieben Kilogramm. Die Pflegerinnen und Pfleger im Tierheim gehen davon aus, dass die beiden Mischlinge fünf Monate alt sind. Außerdem sollen sie wohl klein bleiben, die Mutter der Welpen sei vermutlich ein Bolonka Mischling.

Mit ihren fünf Monaten legen sie dem Tierheim zufolge noch typisches Welpenverhalten an den Tag und müssen noch alles mögliche - vom Alleine bleiben über Stubenreinheit und so weiter - lernen. Stellt sich die Frage, für welche Art von Menschen die zwei Hunde geeignet sind.

Hundeanfänger oder erfahrene Hundebesitzer - was brauchen die beiden Welpen?

Nelly würden die Verantwortlichen auch Hundeanfängern zutrauen, sie wird als eher zurückhaltend beschrieben. Nino hingegen brauche Menschen mit Hundeerfahrung, da er sehr aufgeregt und hibbelig sein könne. Ruhe und Geduld müsse er erst noch lernen. Was beide schon können: Gassi gehen mit Leine und Geschirr.

Personen, die Interesse an einem der beiden Hunde haben, können sich per Mail beim Tierheim Nürnberg vorstellen und müssen hierfür einen Interessentenbogen ausfüllen, der auf den Social Media-Kanälen und auf der Website des Tierheims zu finden ist. „Die Babys und wir freuen uns auf eure Bewerbungen“, endet das Posting auf Facebook.

Aktuell haben die beiden Welpen laut Angaben des Tierheims Giardien, sind aber bereits in Behandlung. Dabei handelt es sich um einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm von Tieren - vor allem bei Hunden und Katzen - einnisten und sich dort rasant vermehren, schreibt der Verein Vier Pfoten. Sie werden über den Kot ausgeschieden, können dort monatelang überleben und somit auch für eine Ansteckung weiterer Tiere sorgen. Laut dem Portal zooplus.de dauert eine Infektion in der Regel drei bis vier Wochen. Medikamente bekommen die Tiere normalerweise rund fünf Tage lang. Neben Medikamenten ist auch besonders sorgfältige Hygienemaßnahmen nötig.