
Neben der Lorenzkirche und der Frauenkirche gehört die evangelische Sebalduskirche in der Innenstadt zu den bedeutendsten Kirchen Nürnbergs. Bisher konnten Gäste das Bauwerk kostenfrei besuchen. Doch damit soll schon bald Schluss sein: Wie die Pfarrerei St. Sebald nun mitteilt, müssen Besucherinnen und Besucher ab 17. Mai Eintritt zahlen, wenn sie St. Sebald besichtigen wollen. Die Gemeinde nennt dies nicht Eintrittspreis, sondern „Beitrag zur offenen Kirche bei touristischer Besichtigung“.
Weiterhin kostenfrei bleibt der Zugang allerdings zum Gebet, zu den Andachten, den Mittagsmusiken und den Gottesdiensten. Zudem müssen Gemeindemitglieder, Ehrenamtliche, Kinder und Jugendliche, Mitglieder der Chöre und Vereine sowie der Bauhütte von St. Sebald weiterhin nichts zahlen, um die Kirche zu betreten.
Ab 17. Mai werden fünf Euro für den Besuch der Sebalduskirche in Nürnberg fällig
Für Erwachsene jedoch werden ab 17. Mai fünf Euro fällig, wenn sie die Sebalduskirche besichtigen wollen, der ermäßigte Eintritt für etwa Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen beträgt 2,50 Euro. Ebenfalls erhältlich ist eine Jahreskarte, diese kostet 15 Euro.
Mit der Einführung des „Beitrags zur offenen Kirche St. Sebald“ reagiert die Gemeinde laut eigenen Angaben auf dauerhaft hohe Besucherzahlen, steigende Bau- und Unterhaltskosten sowie sinkende Zuschüsse. Laut der Pfarrerei kamen erstmals mehr als 500.000 Besucherinnen und Besucher in die Sebalduskirche, die in der Nürnberger Altstadt in der Nähe der Kaiserburg, des Rathauses und des Hauptmarktes liegt. St. Sebald ist Nürnbergs älteste Pfarr- und Ratskirche und gehört auch deshalb etwa zum Programm von Touristinnen und Touristen.
Der Baubeginn der Kirche lässt sich nicht genau datieren, ebenso wenig wie die Fertigstellung. Historikerinnen und Historiker zufolge wurde die Sebalduskirche wohl aber in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt und verändert.
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