Nürnberg - Nach dem Ausfall von Mohamed Ali Zoma ist FCN-Coach Miroslav Klose zu Umbaumaßnahmen in der Nürnberger Offensive gezwungen. Auch dahinter sind verschiedene Lösungen vorstellbar.

Die schlimmsten Befürchtungen sollten sich zwar nicht bestätigen, dennoch fehlt Mohamed Ali Zoma dem 1. FC Nürnberg bis auf Weiteres. Eine Muskelverletzung im Oberschenkel bremst den Elf-Tore-Mann derzeit aus, von einem Saison-Aus war von Vereinsseite jedoch nicht die Rede. Beim kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg fehlt der Italiener allerdings, was zwangsläufig die Frage aufwirft: Wie soll der FCN seinen gefährlichsten Angreifer ersetzen?

Gelingen dürfte dies ohnehin nur im Verbund, so viel vorweg. Kein anderer Akteur im Kader bringt einen ähnlichen Tiefgang mit und kombiniert diesen auch noch mit herausragenden Dribbling-Qualitäten und einem ausgewiesenen Torriecher. Das allerdings wäre gemessen daran, dass der FCN lediglich ein durchschnittlicher Zweitligist ist, auch viel verlangt.

Zoma-Ersatz gesucht - eine Lösung drängt sich auf

Dennoch bieten sich Klose verschiedene Optionen, seinen Top-Stürmer zu ersetzen. Derjenige, der wohl - bis auf den Torabschluss - am ehesten an das Profil von Zoma herankommt, ist Mickael Biron. Der Sommerneuzugang jedoch geriet zuletzt noch stärker ins Hintertreffen. Nachdem für ihn in den vergangenen Partien nicht einmal ein Bankplatz herausspringen wollte, ist eine Startelfnominierung nahezu ausgeschlossen. Etwas größere Chancen dürfte sich Youngster Noah Maboulou ausrechnen. Allerdings wurde auch der 21-Jährige jüngst zweimal in Folge nicht ins Nürnberger Aufgebot berufen.

Vieles spricht daher für Rafael Lubach. Noch am vergangenen Samstag war der gelernte Mittelfeldspieler nach seinem Fehlschuss in der Nachspielzeit die tragische Figur, nun könnte er das Startelf-Mandat bekommen. Zwar konnte Lubach in der Rückrunde bislang nicht an seine starken Leistungen von zuvor anknüpfen, allerdings kennt der Junioren-Nationalspieler die Angreifer-Rolle noch aus der Hinserie. In mehreren Partien gab der abwanderungswillige Ex-Dortmunder den (falschen) Neuner und machte seine Sache durchaus ordentlich. Nun hätte Lubach sogar noch einen „echten“ Mittelstürmer an seiner Seite - die Wahl dürfte hier erneut auf Adriano Grimaldi fallen.

Wer bekommt den Zuschlag im Mittelfeld?

Auch dahinter hat Klose die berüchtigte Qual der Wahl. Startelf-Rückkehrer Finn Becker zählte beim Remis in Bielefeld zu den besseren Nürnbergern. Gegen die ballbesitzorientierten Magdeburger könnte das Nürnberger Trainerteam aber ebenso darauf setzen, mit höherer Intensität und Physis dagegenzuhalten. Dann wiederum dürften sich Rabby Nzingoula und Tom Baack größere Hoffnungen auf einen Platz in der Anfangsformation machen.

Indes bringt Bayern-Leihgabe Javier Fernandez nicht nur beide Komponenten mit, sondern war zuletzt auch im Spiel mit Ball ein belebendes Element. Gut möglich, dass das Mittelfeldtalent gegen den FCM zum zweiten Mal in Folge von Beginn an ran darf.