
Besonders gegen Mitte der Hinrunde spielten Mahir Emreli und Stefanos Tzimas im Club-Angriff der Vorsaison groß auf. Insgesamt kam das Sturm-Duo auf 23 Pflichtspieltreffer: Emreli traf zehnmal in Liga zwei und auch beim knappen Pokal-Aus gegen die TSG Hoffenheim, Tzimas erzielte sogar zwölf Tore im Unterhaus - angesichts der vergleichsweise wenigen Spielminuten beider Akteure äußerst beachtliche Quoten.
Letzterer verließ die Franken für eine Rekord-Ablöse gen Brighton. Emreli heuerte schließlich beim Liga-Konkurrenten aus Kaiserslautern an, nachdem man sich beim FCN gegen eine Verlängerung seines Arbeitspapiers entschieden hatte.
Nationaltrainer übt Kritik an Stammverein
Wirklich glücklich wurde der 28-Jährige in der Pfalz aber bis dato nicht. Für den FCK stand Emreli zuletzt am dritten Spieltag in der Startelf. Die mangelnden Einsatzzeiten sind nun auch der Grund für erneuten Wirbel um den Auswahlspieler Aserbaidschans.
Nationaltrainer Ayhan Abbasov, der zuletzt auf eine Nominierung Emreli verzichtet hatte, kritisierte die Verantwortlichen in Kaiserslautern nun scharf: „Der Sportdirektor war von sich aus auf uns zugekommen. Er sprach im Namen des Cheftrainers“, sagte Abbasov gegenüber azerisport.com. „Er signalisierte, dass Mahirs Chancen auf Einsatzzeit in der Liga steigen würden, falls er bleibt und an den Trainingseinheiten des Vereins teilnimmt. Unter Berücksichtigung dessen haben wir zugestimmt, dass er beim Verein bleibt, und die entsprechenden Bedingungen geschaffen. Aber jetzt beschäftigt uns das natürlich.“
Emreli beim FCK nur Kurzarbeiter
Trotz des Umstandes, dass Emreli Mitte März sein erstes Zweitliga-Tor für die Roten Teufel gelang, kam der Mittelstürmer auch in der Folge nicht über Joker-Auftritte hinaus. Zuletzt blieb er gar zweimal in Folge ganz ohne Einsatzminuten. Ein Unterschied zu den Vormonaten sei folglich nicht zu erkennen, erklärte Abbasov, der sich „enttäuscht“ zeigte.
Durch die Blume brachte der Nationalcoach, der angab, große Stücke auf Emreli zu halten, einen erneuten Tapetenwechsel seines Angreifers ins Spiel: „Ich vertraue darauf, dass Mahir die richtige Entscheidung treffen wird. Unser Wunsch ist es, dass Mahir und die anderen Jungs in ihren Vereinen zur Startelf gehören.“ Beim Zweitligisten ist der Vertrag des Offensivakteurs noch bis 2027 gültig. Nach Bild-Infos gehört Emreli in Kaiserslautern zu den absoluten Spitzenverdienern.