
Das von Joti Chatzialexiou ausgerufene Saisonziel Platz sieben ist vier Spieltage vor Schluss nur noch theoretisch erreichbar. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern.
Insofern scheint der achte Tabellenplatz, den aktuell der Karlsruher SC belegt, für die diesjährige Spielzeit das höchste der Gefühle. Nur zwei Zähler trennen den Club von den Badenern, die zudem ein höchst kompliziertes Restprogramm vor der Brust haben: Die Aufstiegsaspiranten aus Hannover und Paderborn messen sich noch mit dem KSC. Dazwischen gastieren die schwächelnden, sich aber weiterhin in Lauerstellung befindenden Darmstädter im Wildpark, bevor Karlsruhe die Spielzeit in Bochum abschließt.
Rutscht der Club noch einmal in den Abstiegskampf?
Zumindest ein kleinerer Kletterausflug in höhere Gefilde ist für den FCN somit noch in Reichweite. Oder muss sich der Blick vielmehr nach unten richten? Dass die Klose-Elf noch einmal in akute Abstiegsnot gerät, ist angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf die Plätze 16 und 17 eher unwahrscheinlich - trotz der bewegten Nürnberger Historie. Das Punktepolster ist hier das eine, zudem müssten den Altmeister weitere sieben Mannschaften überholen. Da auch in den unteren Tabellenregionen noch einige direkte Duelle anstehen, sollten die Franken halbwegs beruhigt ins Saisonfinale gehen können.
Um das Kapitel Klassenerhalt endgültig abzuschließen, würde schon ein einziger Dreier genügen. Chancen auf diesen hat der Club noch gegen Magdeburg, Fürth, Schalke und Hannover. Auf die Nürnberger warten also vier Vereine, für die im Saisonendspurt eine ganze Menge auf dem Spiel steht. Bei einer durchschnittlichen Gegnerplatzierung von 8,0 ist das Restprogramm immerhin das Siebtschwerste, wenngleich derartige Statistiken in Liga zwei kritisch zu beäugen sind.
Vier knifflige Duelle: Das erwartet den FCN
Dennoch hat es jede der verbleibenden Begegnungen in sich: Die Magdeburger fahren nach zuletzt drei Siegen aus vier Partien mit breiter Brust ins Frankenland. Nach dem Expected-Points-Index liegen die Blau-Weißen auf die Saison gesehen ohnehin auf Rang fünf. Über die Brisanz des 276. Frankenderbys eine Woche später dürfte es keine zwei Meinungen geben, zumal die tabellarische Gemengelage am Ronhof weiterhin angespannt ist.
Bleiben noch die zwei abschließenden Duelle gegen die Spitzenteams aus Gelsenkirchen und Hannover. Insbesondere für die Niedersachsen könnte es bis zum finalen Abpfiff auf jeden einzelnen Zähler ankommen. Um aber den Party-Crasher geben zu können, wird sich die Klose-Elf im Saisonfinale einmal mehr steigern müssen.