Berlin - Ein Milliardenunternehmen ist in den Fokus von Betrügern geraten. Damit sind nun auch potenziell Millionen Kunden weltweit gefährdet. Wir erklären dir, wie du dein Geld jetzt schützen kannst.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit auch ein Schreiben in Umlauf, das im Namen eines Milliardenunternehmens verschickt worden sei. Beim vermeintlichen Netflix-Abonnement habe es demnach Probleme bei der Abbuchung der monatlichen Gebühr gegeben, weshalb die Zahlung abgelehnt worden sei. Unter dem Betreff „Netflix Benachrichtigung: Ihre Zahlung wurde abgelehnt – bitte aktualisieren Sie Ihre Daten sofort“ werde dazu aufgefordert, die Zahlungsinformationen zu aktualisieren.

Typischerweise werde dabei auf eine notwendige Aktualisierung der Zahlungsdaten verwiesen, um den Zugang zu Filmen und Serien weiterhin ohne Unterbrechung nutzen zu können. Auffällig sei zudem, dass die persönliche E-Mail-Adresse der Empfängerin im Text aufgegriffen wird, um die Nachricht individueller und damit glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unseriöse Absendeadresse, Link in der Mail, Druck durch angebliche Zahlungsprobleme und Drohung mit Einschränkung.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie ein Abonnement bei Netflix haben, schauen Sie in der App oder auf der echten Internetseite nach, ob es dort ähnliche Aufforderungen gibt.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.