
Charlize Theron wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. In einem Interview mit der New York Times sprach die südafrikanische Schauspielerin nun offen darüber, wie ihre Mutter ihren gewalttätigen Vater erschoss - aus Notwehr.
Bei ihrem Vater habe es sich um einen schweren Alkoholiker gehandelt. "Ich habe Erinnerungen, wie ich als ganz kleines Kind schwerst betrunkene Menschen sah und mich vor ihnen fürchtete. Leute, die besoffen auf dem Boden herumkrochen", erklärte Theron gegenüber der US-Zeitung. Lautstarke Streitereien seien ebenso Teil ihres Alltags gewesen wie wochenlanges Schweigen nach den Auseinandersetzungen ihrer Eltern. Da sie keine Geschwister habe, sei "das Haus einfach verstummt", erzählte sich die 50-Jährige.
Als Theron 15 Jahre alt gewesen sei, habe sie mit ihrer Mutter zu Hause auf den betrunkenen Vater gewartet. "Ich wusste, dass etwas Schlimmes passieren würde", erinnerte sich die Oscarpreisträgerin an den Moment, als dieser nach Hause gekommen sei. Voller Wut sei er "in das Haus eingebrochen. Er hat durch die Stahltüren geschossen, um hineinzukommen, und damit sehr deutlich gemacht, dass er uns umbringen würde", so Theron.
"Die Botschaft war sehr klar"
"Wir wussten, dass es ernst war, und als er das erste Tor aufbrach, rannte meine Mutter zum Safe, um ihre Waffe zu holen." Während sich Theron und ihre Mutter im Schlafzimmer versteckten, begann ihr Vater, "durch die Tür zu schießen". Getroffen worden seien weder die Schauspielerin noch ihre Mutter. "Aber die Botschaft war sehr klar: Ich werde euch heute Nacht töten."
Schließlich sei es Therons Mutter gelungen, aus dem Zimmer zu stürmen, den ebenfalls anwesenden Bruder des Vaters außer Gefecht zu setzen und schließlich ihren eigenen Ehemann zu erschießen. Heute sagt Theron darüber: "Als ich den Schock überwunden hatte, wurde mir klar: Sie hatte mir das Leben gerettet."
Eine Geschichte wie ihre sei "leider kein Einzelfall", gab der Filmstar in dem Interview zu bedenken. Heute verfolge sie ihr Schicksal nicht mehr. Vielmehr sei ihr Blick auf die Welt inzwischen positiv: "Das Leben ist so wertvoll, und das Leben ist so schön."