München - Ein beliebter Zahlungsdienst in Deutschland ist erneut in den Fokus von Betrügern gerückt. Das Geld von Millionen von Kunden ist damit nun potenziell in Gefahr. So kannst du dich dagegen schützen.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich von einem in Deutschland beliebten Zahlungsdienst verschickt worden sei. Die Kundschaft werde über einen angeblich notwendigen Sicherheitsvorgang im Paypal-Konto informiert. Unter der Überschrift „Handlungsbedarf erforderlich“ werde ein dringender Aktualisierungsbedarf suggeriert.

Aufgrund „aktualisierter Sicherheitsrichtlinien für 2026“ müsse ein „Schutzmodul“ aktiviert werden. Dieses diene dazu „unbefugte Zugriffsversuche“ zu verhindern und „Transaktionsdaten“ zu schützen. Besonders auffällig sei die kurze Frist von „24 Stunden“. Sollte diese Frist überschritten werden, werde eine Einschränkung des Kontos in Aussicht gestellt. Solche Fristen sollen Druck erzeugen und zu vorschnellen Handeln verleiten.

Auffällig sei zudem, dass das Thema Sicherheit mehrfach betont wird, um Vertrauen zu schaffen und die Aufforderung glaubwürdiger wirken zu lassen. Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: keine Anrede, unseriöse Absendeadresse, Link in der Mail, kurze Fristsetzung sowie eine Drohung mit Kontoeinschränkung.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie ein Paypal-Konto haben, schauen Sie auf der offiziellen Seite oder in der App nach, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“ Das Unternehmen hat auf der ganzen Welt Millionen von Userinnen und Usern. Der Bezahldienst selbst ist auch in Deutschland überaus beliebt und verbreitet. Rein auf dem Papier ist deshalb auch in der Bundesrepublik eine immense Anzahl an Menschen potenziell von diesem Betrug betroffen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.