Nürnberg - Eine Meldung der Deutschen Bahn über einen Polizeieinsatz am Nürnberger Bahnhof sorgt am Freitag für Aufregung. Kein Zug könne mehr ein oder aus, hieß es. Doch die Meldung stellte sich als Fehlalarm heraus.

Eine Meldung der Deutschen Bahn am Freitagnachmittag (17. April 2026) wird bei einigen Pendlerinnen und Pendlern für Verwirrung gesorgt haben: Im Stör-Ticker der Bahn hieß es am späten Nachmittag, dass der Hauptbahnhof Nürnberg wegen eines Polizeieinsatzes derzeit gesperrt sei. Demzufolge würden alle Züge von und nach Nürnberg zurückgehalten. Auch in einem Post auf X hatte die Bahn die Sperrung des Nürnberger Hauptbahnhofs wegen eines Polizeieinsatzes verkündet.

Doch auf Nachfrage bei der Bundespolizei wusste diese nichts von einem derartigen Polizeieinsatz. Auch die Landespolizei sei nicht an einem Einsatz am Gleis involviert gewesen. Wer zeitgleich in seine Bahn-App, dem DB-Navigator, geschaut hatte, bemerkte ebenso: Bei den eingegebenen Verbindungen war von keinem Einsatz die Rede.

Ein Pressesprecher der Deutschen Bahn klärt schließlich auf, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe. „Das ist ein Fehlalarm gewesen, die Information ist nicht korrekt gewesen“, räumte ein Sprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur ein. „Es gab keine Sperrung im Nürnberger Hauptbahnhof.“

Die Bahn sei zwar gegen 17.12 Uhr darüber informiert worden, dass sich Personen im Gleisbereich aufhalten würden, woraufhin die Meldung publiziert wurde. Dies habe sich aber sehr schnell als falsch herausgestellt. Gleise mussten demzufolge also nicht gesperrt werden, und auch die Zugverbindungen konnten normal stattfinden. Warum die Stör-Meldung auch im Nachhinein noch auf der Bahn-Website einzusehen war, sei aktuell unklar, so der Sprecher. „Ich kann mir nicht erklären, wo der Fehlalarm herkommt“, bedauerte err. In dem Post hatte es geheißen, der Hauptbahnhof sei aufgrund eines Polizeieinsatzes gesperrt, Züge von und nach Nürnberg würden zurückgehalten. Eine halbe Stunde später hieß es, der Polizeieinsatz sei beendet, der Zugverkehr wieder aufgenommen, Folgeverzögerungen noch möglich.

Erst zwei Tage zuvor hatte DB Regio Bayern laut Informationen der dpa bereits eine Falschmeldung gepostet, damals wegen eines vermeintlichen Notarzteinsatzes am Gleis. Immerhin war diese fehlerhafte Meldung klar als solche erkennbar. Ihr Text lautete: „#//Störungsort: Notarzteinsatz am Gleis. Streckensperrung //Streckenabschnitt. Ersatzverkehr zwischen //Bahnhof1 und //Bahnhof2 eingerichtet.“


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