
Die Gesamtbilanz des Blitzermarathons 2026 fällt gemischt aus: Zwar wurden etwa in Oberfranken fast 200 Verstöße weniger registriert als noch im Vorjahr. Andererseits überschritten allein in Mittelfranken erneut mehr als tausend Fahrzeuge die gültige Geschwindigkeitsbegrenzung.
Auch in diesem Jahr schossen vereinzelte Verkehrsteilnehmer besonders empfindlich über den gesteckten Rahmen hinaus. Eine der gröbsten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurde auf einer Bundesstraße nahe dem oberpfälzischen Walderbach gemessen: Ein 34-jähriger Autofahrer wurde bei erlaubten 100 km/h mit schwindelerregenden 181 Sachen geblitzt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.
Nur etwas besser dürfte es einem Lastwagenfahrer ergehen, der bei Langenzenn im Landkreis Fürth mit 143 km/h erwischt wurde - erlaubt waren 80. Dagegen waren die Verkehrsteilnehmer in Oberfranken noch vergleichsweise gesetzestreu: Dennoch tappte ein Autofahrer nahe Hof mit 47 km/h zu viel in die Radarfalle. Statt der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h war er mit 127 Sachen unterwegs.
Der Blitzermarathon ist eine bayernweite Aktion, die als Teil des europaweiten „Speedmarathons“ vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk „Roadpol“ koordiniert wird. Ziel dabei ist es nach Angaben der Polizei, die Gefahren und Risiken von Geschwindigkeitsüberschreitungen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und so langfristig zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle beizutragen.
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