Nürnberg - Wer kürzlich in der Nürnberger Innenstadt unterwegs war, dürfte sich womöglich über einen geheimnisvollen Glaskasten gewundert haben. Und auch die Wolter-Zwillinge waren dort zu Gast. Das steckt hinter der Aktion.

Was hat es mit dem Glaskasten mitten in der Nürnberger Innenstadt direkt vor der Lorenzkirche auf sich? Und was haben die bundesweit bekannten Wolter-Zwillinge damit zu tun?

Der Reihe nach: Dennis und Benni Wolter feierten ihren Durchbruch vor gut zehn Jahren mit dem YouTube-Comedy-Format „World Wide Wohnzimmer“. 2020 wurde die Sendung als „beste Show“ mit dem Comedy-Preis ausgezeichnet. Inzwischen wurde das Format allerdings eingestellt. Angekündigt ist nun ab Ende April mit „Schäm dich reich“ eine neue Dating-Game-Show bei Pro7, die die Zwillinge moderieren sollen. Bevor das losgeht, sieht man die beiden aber noch vor der Nürnberger Lorenzkirche an dem eingangs erwähnten Glaskasten und damit zum zweiten Teil der Frage.

Der Kasten soll ein Ort zum Austausch sein und ist Teil einer Kampagne der Europäischen Kommission. Unter dem Motto „Lass Reden“ sind vor allem 16- bis 24-Jährige eingeladen, sich um sogenannten Cube auszutauschen oder eine Botschaft an die EU aufzunehmen. „Kritik, Ideen oder Wünsche - kein Thema ist tabu“, heißt es in einem Video bei Instagram zu der Aktion. Die Idee ist, junge Menschen reden über ihre Themen und die Politik hört zu.

Der Cube ist als mobiles Podcast-Studio gestaltet, in dem die jungen Menschen ihre Botschaften aufnehmen können. In einem Raum mit blauen Wänden stehen zwei gelbe Sessel, davor jeweils ein Mikrofon. Vor Ort können Interessierte außerdem Influencer treffen, wie eben die Wolter-Zwillinge.

Der Glaswürfel tourt derzeit durch Deutschland. Auch in Städten, wie Chemnitz, Hannover und Lübeck machte er bereits Station. Vor Ort wird die Kampagne betreut vom Europabüro der Stadt Nürnberg. „Lass reden heißt, ihr redet und wir hören zu. Die Europäische Union hört zu“ - so beschreibt es Jasmin Kaiser von Europe Direct Nürnberg in einem Video in den Sozialen Medien.

Die Aktion vor der Lorenzkirche läuft noch bis zum 17. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr.