
Finn Jeltsch, Kilian Fischer, Nathaniel Brown, Jens Castrop, Tom Krauß, Casper Jander, Can Uzun, Stefanos Tzimas - aus den Abgängen der letzten drei Jahre beim 1. FC Nürnberg ließe sich ohne Frage eine schlagkräftige Bundesliga-Mannschaft aufstellen. Gewissermaßen der Fluch der guten Tat als Honorierung der gelungenen Weiterentwicklung talentierter Jungprofis. Meist suchen sie nach ein oder zwei Spielzeiten im Schaufenster wo anders ihr Glück für den nächsten Karriereschritt. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass mit Freiburg-Leihgabe Berkay Yilmaz nach dieser Saison der nächste schmerzhafte Abgang droht. Könnte dem Club bei einer weiteren wichtigen Stammkraft dasselbe Schicksal bevorstehen?
Torhüter Jan Reichert hat sich zu einem der besten Keeper im deutschen Fußball-Unterhaus gemausert. Das untermauern gleich mehrere Statistiken. Volle 2610 Minuten stand Reichert diese Spielzeit auf dem Platz, 20 Prozent der Elfmeter gegen sein Team konnte er parieren. Mit 93 abgewehrten Torschüsse zählt er zum oberen Drittel aller Zweitliga-Keeper. Die vergangenen zwei Saisons hat er 61 von 63 möglichen Spielen gemacht.
In seinem zweiten Jahr zwischen den Club-Pfosten ist der 24-Jährige ein ruhiger und souveräner Rückhalt, der dem FCN schon den ein oder anderen Punkt festgehalten hat. Kein Wunder, dass für den gebürtigen Schweinfurter laut Bild bereits vor der Saison lose Anfragen - auch aus der Bundesliga - eingegangen sein sollen. Im kommenden Sommer ist daher zu erwarten, dass konkrete Angebote am Valznerweiher einfliegen. Damit drängt sich die Frage auf, ob der FCN auch nächste Saison auf seinen noch bis 2027 unter Vertrag stehenden Schlussmann zählen kann.
Beruhigend scheint vor diesem Hintergrund, dass der FCN im Falle eines Abgangs bereits einen potenziellen Nachfolger in den eigenen Reihen hätte. „Ich habe mir die Mühe gemacht [..] seine Videos [anzuschauen]: wie er angefangen hat, wie er im Tor stand bei der U23 und welche Entwicklung er genommen hat“, zitiert Clubfokus Miroslav Klose über Nachwuchs-Keeper Robin Lisewski. Der 20-jährige Torhüter wechselte vor der Saison aus der U19 von Borussia Dortmund nach Nürnberg uns spielt eine hervorragende Saison mit der U23 in der Regionalliga Bayern.
In 12 seiner 22 Einsätze hielt der gebürtige Pole den Kasten sauber. Leistungen, die laut dem Portal nicht nur U23-Trainer Andreas Wolf glücklich machen. Lisewski bringe „ein richtig gutes Paket“ mit, lobt Klose - und soll laut dem Bericht auch einen baldigen Sprung in den Profibereich nicht ausschließen. Eine Konstellation wie in der Saison 23/24, als Jan Reichert am letzten Spieltag in Hamburg sein Profi-Debüt feiern konnte, scheint allerdings angesichts der knappen Tabellensituation und Platz acht als erreichbarem Ziel eher unwahrscheinlich.
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