Wilhermsdorf - Zwei Enten liegen tot am Ufer eines Bachs im Landkreis Fürth. Doch die Auffindesituation gibt Grund zur Sorge. Die Polizei bestätigt: Eines der Tiere hat eine Schusswunde. Nun laufen die Ermittlungen.

Die Rede ist von einem „äußerst besorgniserregenden Vorfall“: In der vergangenen Woche wurde der Verein Duckshelter in den Markt Wilhermsdorf gerufen. Anwohner hätten berichtet, dass eine Stockente angefahren worden sei. Vor Ort zeigte sich den Vereinsmitgliedern, die im Nürnberger Land eine Auffang- und Rehabilitationsstation für verletzte und verwaiste Wasservögel betreiben, ein größeres Problem: „Im Bereich des Stelzenbachs hält sich eine auffällig hohe Anzahl an Enten auf – darunter Wildtiere, Hausenten sowie Hybride. Zahlreiche Anwohner bestätigten, dass die Tiere regelmäßig und intensiv gefüttert werden“, so erläutert es der Verein in einer Mitteilung, die dieser Redaktion vorliegt.

In der Folge hätten die Tiere nahezu vollständig ihren natürlichen Fluchtinstinkt verloren und reagierten kaum noch auf den Verkehr. Doch es blieb nicht bei dieser einen Alarmierung in den Markt Wilhermsdorf.

Wenige Tage später wurde der Verein erneut in den Landkreis Fürth gerufen. „Zwei tote Enten lagen direkt nebeneinander, gut sichtbar am Ufer des Stelzenbachs im Ortszentrum. Bereits die Auffindesituation ließ ein unnatürliches Geschehen vermuten“, heißt es von Seiten des Vereins. Mindestens eines der Tiere wies demnach eine eindeutige Schussverletzung auf.

Ein Sprecher des Polizeipräsidium Mittelfranken bestätigt, dass die beiden Wasservögel tot auf der Hauptstraße im Markt Wilhermsdorf gefunden wurden. Ein Jagdpächter wurde daraufhin verständigt. Er habe die Tiere genauer untersucht. Bei einer Ente konnte definitiv eine Schusswunde festgestellt werden. Unklar sei jedoch, so der Sprecher weiter, aus welcher Art von Vorrichtung der Schuss gefallen sei.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat nun die Ermittlungen in enger Abstimmung mit dem Landratsamt übernommen. Aktuell wird laut Angaben der Polizei gegen Unbekannt ermittelt - einmal wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und außerdem wegen des Tatvorwurfs der Jagdwilderei. „Die Ermittlungen stehen aktuell erst am Anfang“, teilt der Polizeisprecher auf Anfrage mit. Der Jagdpächter wird wohl weiterhin ein entscheidender Ansprechpartner sein, der die Gegebenheiten vor Ort kennt.