
Pendler und Pendlerinnen, die häufig mit dem RE1 auf der Strecke zwischen Nürnberg und München unterwegs sind, sind leidgeprüft. Immer wieder kommt es auf dieser wichtigen Verbindung zu Beeinträchtigungen - so auch am Freitag.
Wegen eines defekten Stellwerks bei Petershausen war der Zugverkehr den ganzen Tag über stark eingeschränkt. „Zwischen München Hauptbahnhof und Ingolstadt Hauptbahnhof verkehren aktuell keine Regionalzüge“, teilte die Deutsche Bahn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Der Regionalexpress 1 und die Regionalbahn 16 aus Richtung Nürnberg verkehrten nur bis Ingolstadt und wendeten dort vorzeitig. München war per Regionalzug aus Nürnberg somit vorübergehend nicht erreichbar.
Fernverkehrszüge wurden laut Auskunft der DB über Augsburg und Donauwörth umgeleitet. Die Fahrtzeit zwischen den beiden größten bayerischen Städten verlängerte sich dementsprechend. „Es kann bei einzelnen Verbindungen zu Ausfällen kommen“, so eine Sprecherin weiter. „Unsere Fachleute sind bereits vor Ort, um den Schaden so schnell wie möglich zu reparieren.“ Über die Ursache des Stellwerk-Problems machte die Deutsche Bahn zunächst keine Angaben.
In einem Bericht des Portals t-online war die Rede von einem Anschlag. Demnach sagte ein Lokführer per Lautsprecherdurchsage im Zug an, dass ein Kabel an einem Stellwerk manipuliert worden sei. Die Bundespolizei widersprach dieser Vermutung aber. Gegenüber t-online teilten die Beamten mit, es handle sich um einen Stellwerksfehler.
Auf Nachfrage dieser Redaktion teilte eine Sprecherin der DB am Samstagvormittag mit, bei Bauarbeiten auf der Strecke München-Nürnberg sei auf der Höhe von Pfaffenhofen ein Kabel durchtrennt worden. Am Abend sei die Strecke aber wieder befahrbar gewesen.
Zwischenzeitlich war am Freitag für den Regionalverkehr laut DB zwischen Ingolstadt und Petershausen ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Zwischen Petershausen und München wurden die Fahrgäste gebeten, die Züge der Münchner S-Bahn zu nutzen.
Alternativ konnten Reisende zwischen München und Nürnberg beziehungsweise Treuchtlingen auch Zugverbindungen über Augsburg nutzen, informierte die DB weiter.
Dieser Artikel wurde am 11. April 2026 um 10.20 Uhr aktualisiert.
