
22 Staffeln hat DSDS bereits hinter sich. Mit dem Start der neuen Episode wird daher am Erfolgsformat einiges umgestellt: Neben Chefjuror Dieter Bohlen sitzen diesmal Rapper Bushido und Schlagerstar Isi Glück am Entscheidungshebel. Ein Talent, das die Jury von sich in der 2026er-Auflage überzeugen will, ist Alex Spielhaupter aus Nürnberg. Der 35-Jährige mit den langen Dreadlocks und Cap ist Kinderpfleger und liebt rockige Töne. „Ich mache schon seit 30 Jahren Musik“, erzählt er im Interview mit der nordbayern-Redaktion.
Alex ist nicht nur seit Jahren Chorleiter eines Rock- und Metalchors in Nürnberg, sondern auch leidenschaftlicher Straßenmusiker. Auf dem Bardentreffen findet man ihn daher immer. Doch nicht nur da, denn Alex „tourt“ mit Freunden auch durch verschiedene Städte, um den Menschen Musik näher zu bringen. Für die Gassen, Straßen und Plätze sowie auch für das DSDS-Publikum hat das fränkische Talent eine klare Botschaft: „Es ist mir wichtig, den Leuten eine gute Zeit zu schenken, vielleicht auch etwas Zuversicht für die Zukunft“, betont er.
Als bekannt wurde, dass die Talentshow auch wieder für ein Casting nach Nürnberg kommt, haben ihn Freunde aus unterschiedlichen Kreisen nahegelegt, seinen Hut in den Ring zu werfen und sich zu bewerben. Einen Versuch war es ihm wert, obschon Alex jetzt nicht wie der typische Teilnehmende für die Show mit viel Glitzer und Massentauglichkeit ist. Dabei hat er das Schicksal entscheiden lassen, ob er es zum DSDS-Casting in Nürnberg schafft oder nicht.
Denn der Mittwoch im vergangenen Sommer, als sich Produktionsteam und Musikredaktion im Ramada Park Hotel neben der Meistersingerhalle zur Vorauswahl niederließen, war für Lex, wie ihn sein Freundeskreis nennt, ein eigentlich ganz normaler Arbeitstag. „Ich hätte es ums Verrecken nicht zum Casting geschafft“; erzählt er der Redaktion. „Später sind die Kinder raus auf den Aktivspielplatz gegangen, ich hab innen noch aufgeräumt“, erinnert er sich. „Als ich den letzten Spielstein aufgehoben habe, ist meine Hose vom Po bis zu den Knien aufgerissen.“ Sein Chef habe ihn daraufhin in den Feierabend geschickt.
Lex tauschte das Beinkleid und zischte zum Vorcasting beziehungsweise der Scoutingrunde an die Meistersingerhalle mit allen anderen Bewerberinnen und Bewerbern vor dem Produktionsteam und der Musikredaktion des TV-Formats. „Das war ein weirdes Gefühl“, erinnert sich der 35-Jährige. „Da waren lauter Kinder zwischen 16 und 23 Jahren um mich herum. Viele haben mich komisch angeschaut, weil ich meine Songs auswendig kenne.“
Erst nach der ersten Hürde bekam Lex die Einladung nach Köln, um dann vor der Jury aus Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido vor laufenden Kameras aufzutreten und sie von seiner großen Musikalität zu überzeugen. Aufgeregt hingegen war er nicht: „Ich mache Musik schon so lange, ich weiß, was ich tue. Bei meinen Auftritten und wenn ich in der Karaokebar singe, werde ich oft genug gefilmt – da stumpft man ab“, sagt er und lacht kurz auf. Seit Jahren ist er jedes Wochenende und einmal unter der Woche auf der Karaokebühne in Nürnberg zu sehen und zu hören. Einzig bei der Songauswahl für die DSDS-Promi-Jury war er unsicher. Aber als er mit der Gitarre vor sie trat und gefragt wurde, was bei den Straßenmusikkonzerten am besten ankomme, sang und spielte er das atmosphärisch-rockige „Killer Queen“ von Fil Bo Riva.
Ob er es mit diesem musikalischen Brett in die nächste Runde schafft, sehen die Zuschauer am Karsamstag, 4. April, ab 20.15 Uhr auf RTL. Die Show begleitet Lex mit Familien und Freunde auf einer größeren privaten Watchparty. „Der Sieg wäre überragend. Aber auch so hoffe ich auf mehr Bekanntheit und vor allem musikalisches Vorankommen“, erklärt er. „Viele erfolgreiche Musiker sind auch ohne den Titel gut im Business angekommen.“
Leicht wird der Weg nicht, denn in der neuen DSDS-Ausgabe ist der Weg zum Recall ist anspruchsvoller denn je: Selbst ein dreifaches Jury-„Ja“ bedeutet längst nicht mehr das automatische Weiterkommen in die nächste Runde. Denn wer mindestens zwei „Ja“ von der Jury bekommt, landet zunächst im „Golden Room“ – und dort warten nicht nur Jubel und Erleichterung. Den ganzen Casting-Tag lang verfolgen die Acts dort die Auftritte ihrer Konkurrenz und spüren, wie der Druck von Minute zu Minute steigt. Am Ende wird es ernst: Alle müssen noch einmal vor die Jury treten und im „Sing Off“ beweisen, dass sie wirklich bereit für die Recalls sind.
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