
Es ist ein Unternehmen mit starker und langer Tradition in Bayern. Jetzt stehen die Jobs von rund 400 Angestellten auf dem Spiel. Der Schuhhändler Sutor hat Insolvenz angemeldet. Im Jahre 1934 wurde das Unternehmen einst gegründet, über die Jahrzehnte hinweg entstanden daraus 41 Filialen. Wie es dazu weiter heißt, wurden gleich für mehrere Gesellschaften von Sutor am 30. März 2026 Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das Branchenmagazin Schuhkurier berichtet hier zuerst.
Betroffen von den Verfahren sind demnach die Sutor Schuh GmbH, die FJ Trading GmbH, die Happy Lagerverkauf GmbH sowie die Sutor GmbH & Co. KG. Den Firmensitz haben alle diese Unternehmen in Altdorf bei Landshut in Bayern. Auch ein Sachverwalter sei mittlerweile in die Angelegenheit mit eingeschalten worden. Dieser unterstütze demnach die Verantwortlichen. Die Geschäftsführung selbst bleibe auch weiter im Amt und übernehme und steuere das Tagesgeschäft.
Als Grund für den Schritt nannte das Unternehmen wirtschaftliche Probleme. Auch in dieser Branche sei ein Wandel zu verzeichnen. Immer mehr Kundinnen und Kunden kaufen Schuhe online, statt diese im Laden anzuprobieren. Der Preisdruck durch unzählige Konkurrenten im Netz ist immens, dazu steigen die Kosten für Personal und Energie immer weiter an – ein wirtschaftlicher Teufelskreis.
Erst Anfang Januar 2026 wurde das Unternehmen durch eine Beteiligungsgesellschaft übernommen. Wenige Tage danach wurden dann die vorläufigen Insolvenzanträge gestellt. Daraus lasse sich schließen – so bild.de dazu weiter – dass der neue Eigentümer eine Sanierung unter Insolvenzschutz abwickeln wolle. Man spricht hier auch von einer sogenannten „vorbereiteten Insolvenz“.
Ziel aller Verantwortlichen sei es nun, den laufenden Betrieb fortzuführen und gleichzeitig das Unternehmen neu auszurichten und aufzustellen – keine leichte Aufgabe.
Laut dem Online-Portal Retail News verfolgt der neue Eigentümer einen Konsolidierungskurs im Schuhhandel. Einkauf, Logistik und Verwaltung sollen zusammengelegt werden, um Kosten zu sparen. Zudem sollen alle Marken unter einem Dach zusammengebracht werden. Zuvor stehen aber auch die Kostenpunkte der 41 Filialen und deren rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fokus. Der Springer-Verlag habe um eine Stellungnahme gebeten, bislang reagierten aber weder der Sachverwalter, noch der neue Eigentümer darauf.