
Ein entlaufener Jungbulle hat am Montag in Ansbach für einen ungewöhnlichen Einsatz gesorgt - inklusive Verfolgung durchs Gewerbegebiet und Zwischenstopp im Garten. Wie die Polizei Ansbach am Dienstag mitteilte, war das Tier bei einer Verladeaktion auf dem Gelände eines Rinderzuchtvereins entwischt.
Statt sich verladen zu lassen, spazierte der Jungbulle zunächst durch das Gewerbegebiet im Ortsteil Eyb. Einsatzkräfte konnten das Tier zwar zeitweise auf einem Firmengelände einkreisen, doch lange hielt das nicht.
Jungbulle „Michi“ sorgt für kuriosen Einsatz in Ansbach
Nach etwa einer halben Stunde „gegenseitigen Beäugens“, setzte sich der Bulle, den die Beamten kurzerhand auf den Namen „Michi“ tauften, erneut ab. „Mit seiner Körperfülle zwängte er sich schließlich nach kurzer Flucht durch eine dicht gewachsene Hecke und fand sich in einem gepflegten Garten eines Einfamilienhauses in der Friedrich-Samhammer-Straße wieder“, so die Polizei.
Dort zeigte sich der Ausreißer erstaunlich entspannt. Laut Polizei inspizierte „Michi“ zunächst Garage und Wintergarten und ließ sich anschließend „offensichtlich sehr zufrieden über sein neues Domizil“ auf dem Rasen nieder. Von dort aus beobachtete er das Geschehen um sich herum, all das ruhig und unbeeindruckt.
Um mögliche Gefahren zu vermeiden, zogen die Kräfte schließlich einen Tierarzt hinzu, welcher den Jungbullen betäubte. Danach trottete „Michi“ laut Polizei „folgsam in den bereitgestellten Anhänger“ zurück. Nach ersten Einschätzungen entstand bei dem tierischen Ausflug kein Schaden.
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