
Seit Juli 2025 ist die Private-Equity-Firma „Warburg Pincus“ als Investor Eigentümer der mehrheitlichen Anteile des Fürther Sport-und Schutzausrüsters Uvex. Seither wächst nach Informationen von nn.de in der Belegschaft die Sorge vor der Zukunft des Unternehmens und ihren damit verbundenen Arbeitsplätzen. Gerüchte von Stellenabbau und einem Freiwilligenprogramm machten demnach zuletzt die Runde. Letzteres kann auf Anfrage unserer Redaktion aus Unternehmenskreisen bestätigt werden.
Dazu heißt es seitens der Firma: „Uvex hat seine Mitarbeitenden der Holding transparent über ein freiwilliges Programm informiert, das im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung von Strukturen und Kosten angeboten wird. Es handelt sich ausdrücklich um ein freiwilliges Angebot. Uvex verfolgt weiterhin das Ziel, Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen“, teilt die „Uvex group“ mit. Wie viele Arbeitnehmer Uvex über das Freiwilligenprogramm verlassen sollen, teilt das Unternehmen nicht mit.
In Zusammenhang mit dem neuen Investor stehe dies jedoch nicht: „ Warburg Pincus“ treffe keine operativen Entscheidungen, auch nicht in Bezug auf Personal, sei aber als langfristiger Partner an der Seite des Unternehmens an Effizienz und Wachstum orientiert, um so Kapital für weitere Investitionen in die Zukunft von Uvex zu generieren.
Ein Stellenabbau sei zunächst nicht geplant, man werde aber weiterhin regelmäßig Strukturen und Kosten überprüfen und getroffene Maßnahmen zeitig bekannt geben.
100 Jahre Uvex - Sportsparte unter Druck
Uvex war 1926 von Philipp Winter gegründet worden. Das Unternehmen ist mit Sportausrüstung - vor allem Skibrillen und Skihelmen - bekannt geworden. Den Großteil seines Umsatzes macht Uvex jedoch mit Spezialausrüstung für den Arbeitsschutz. Die Firma hatte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz in Höhe von 666 Millionen Euro erzielt, eine Steigerung um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 80 Prozent der Erlöse wurden im Arbeitsschutz erzielt. Das Geschäft mit Sportbrillen ist hingegen unter Druck. Damals sanken die Umsätze in diesem Bereich um 9,3 Prozent. Uvex macht mehr als die Hälfte seines Geschäftes im Ausland. Zu den Umsätzen aus dem vergangenen Jahr gibt es derzeit keine aktuellen Informationen.
