Erlangen - Kulturerbe! Die Bergkirchweih wird ausgezeichnet – aber was steckt wirklich hinter dem Titel?

Die Erlanger Bergkirchweih ist als schützenswertes Kulturgut anerkannt worden und gehört nun zum Bayerischen Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Das gab die Stadt am Mittwoch im Rathaus-Report bekannt. Den Antrag stellten der Verein „Bergflair Erhalten“ und das Wirtschaftsreferat der Stadt Erlangen gemeinsam beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat.

Im Unterschied zum bekannten UNESCO-Weltkulturerbe umfasst das bayerische Verzeichnis keine Bauwerke oder Naturstätten, sondern Bräuche, Feste, Handwerkstechniken und andere kulturelle Ausdrucksformen. Mit der Bergkirchweih umfasst die Liste nun 103 Einträge – darunter etwa die Fürther Michaeliskirchweih, das Goldschlägerhandwerk in Schwabach und die bayerische Brautradition nach dem Reinheitsgebot.

Die Erlanger Bergkirchweih zählt zu den ältesten Volksfesten der Welt und zieht jährlich rund eine Million Besucherinnen und Besucher an. Sie geht auf das Jahr 1755 zurück, als der Pfingstmarkt und das Vogelschießen der Schützenkompanie zusammengelegt und in das Kellerareal verlegt wurden. Bis heute prägen ritualisierte Bräuche, Musik und das Verweilen „auf den Kellern“ unter dem alten Baumbestand das Fest – eigene Brotzeit inklusive. Jedes Jahr um Pfingsten heißt es wieder: „Der Berg ruft.“ 2026 findet die Bergkirchweih vom 21. Mai bis 1. Juni statt.