Bonn - Ein deutsches Kommunikationsunternehmen ist ins Visier von Betrügern geraten. Damit sind nun auch Millionen von Kunden betroffen. So kannst du dein Geld jetzt schützen.

So gibt das Pop-Up-Fenster vor, dass du als einer von 100 exklusiven Gewinnern der Telekom ausgewählt wurdest. Das Versprechen: Unzählige Gewinne warten nun angeblich auf dich, unter anderem Premium Smartphones der Marken Apple oder Samsung, Einkaufsgutscheine der Discounter-Marken Edeka oder Kaufland im Wert von 500 Euro. Alles sehr verlockend, doch aufgepasst: Dahinter versteckt sich nicht weniger als reiner Betrug. Die Gewinnspiele gibt es nicht wirklich. Was direkt auffällt: So ist die Ansprache mit „Sehr geehrter Telekom-Kunde“ das erste Warnzeichen.

Ein weltweit agierendes Unternehmen wie die Telekom spricht seine Kundinnen und Kunden meist mit dem vollen Namen an. Schaut man sich die URL genauer an, von der das angebliche Gewinnspiel kommt, sollte man ebenfalls direkt stutzig werden. „securesweep.pro“ lautet die Domain hier. Sollte die Telekom wirklich ein derartiges Gewinnspiel veranstalten, würde die Domain auch hier einen Teil der offiziellen Telekomadresse beinhalten. Diese URL schreit jedoch förmlich nach Betrug.

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Vor dieser Nachricht wird derzeit gewarnt. © privat

Auch ein User aus Mittelfranken hat diesen Betrugsversuch nun erhalten. Selbst warnt die Telekom aktuell auch, dass vermehrt Betrugsversuche mit dem Namen des Unternehmens in Umlauf seien. Das Unternehmen ist rund um den Globus tätig und hat auf der ganzen Welt Millionen von Kundinnen und Kunden. Auch in Deutschland ist die Telekom sehr gefragt. Das heißt: Rein auf dem Papier sind eine immense Anzahl von Menschen von diesem Betrugsversuch betroffen. In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

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Die Domain alleine schreit hier schon förmlich nach Betrug. © privat

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.