
Nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten ist Chuck Norris am Donnerstagmorgen im Alter von 86 Jahren „plötzlich“ gestorben, wie es in einem Statement der Familie, das auch auf dem Instagram-Kanal des Schauspielers zu finden ist, heißt. Norris sei im Kreise seiner Familie und in Frieden verstorben. Die Todesumstände wolle die Familie privat halten.
Erst gestern war bekannt geworden, dass Chuck Norris, bürgerlich Carlos Ray Norris Jr., wegen eines medizinischen Notfalls in ein Krankenhaus auf Hawaii gebracht wurde.
„Für die Welt war er ein Kampfkünstler, Schauspieler und Symbol der Stärke. Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, ein liebender Vater und Großvater, ein unglaublicher Bruder und das Herz unserer Familie“, heißt es im Statement der Familie weiter. Norris habe sein Leben „mit Glaube, Bestimmung und unerschütterlichem Engagement“ den Menschen gegenüber, die er liebte, gelebt. Durch seine Arbeit, Disziplin und Güte habe Norris Millionen Menschen weltweit inspiriert und einen dauerhaften Einfluss auf deren Leben hinterlassen.
Karateweltmeister in Hollywood
Norris hatte bis ins hohe Alter geschauspielert, wenn auch zuletzt immer seltener. Auf Leinwand und Bildschirm ließ er meist die Fäuste fliegen. 2012 schlug er in „The Expendables 2“ als Senior der Altherren-Riege noch an der Seite von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis zu. Berühmt geworden war er in Deutschland insbesondere durch seine Dauer-Rolle als Gesetzeshüter Cordell Walker in der TV-Serie „Walker, Texas Ranger“.
Ab 1993 spielte er mehr als acht Jahre den uramerikanischen Ranger in Texas, der für Recht und Gesetz eintritt. Der konservative Star und Waffenliebhaber konnte sich immer auf eine eingeschworene Fangemeinde stützen. In der Popkultur wurden immer neue sogenannte Chuck-Norris-Witze erfunden, in denen Norris eigentlich unmögliche Dinge schafft oder jemanden immer noch einmal übertrumpfen kann.
Aufgewachsen war Norris in einer religiösen Familie im ländlichen Oklahoma, als junger Soldat hatte er in Korea die Karate-Variante Tang Soo Do entdeckt. Als Kampfsportlehrer wurde er in den 1960er Jahren in der Martial-Arts-Szene bekannt. Mehrere Jahre war er Karate-Weltmeister im Mittelgewicht, über Kampfsportfreunde wie Bruce Lee und Steve McQueen schaffte er schließlich den Sprung nach Hollywood.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.03. um 16.02 Uhr aktualisiert.