Würzburg/Bamberg/Pretzfeld - So langsam kommt der Frühling auch in Franken in Fahrt. Ob Magnolien, Krokusse oder Kirschblüten - wir zeigen die Top 5 Blüten-Hotspots, die sich auch einfach mit der Bahn erreichen lassen.

Für viele ist es die schönste Zeit: Wenn die Temperaturen steigen und die Bäume zu blühen beginnen, zeigt sich Franken von seiner farbenfrohen Seite. Parks und Gärten verwandeln sich für ein paar Wochen in ein regelrechtes „Blütenmeer“. Wer entspannt anreisen möchte, kann beispielsweise von Nürnberg aus die Bahn nutzen - so entfällt die oft lästige Parkplatzsuche. Wir haben fünf Orte im Frankenland zusammengestellt, an denen die Blüten besonders sehenswert sind.

1. Aschaffenburg: Magnolien-Märchen im Park Schöntal

Blütezeit: Ende März bis Anfang April

Besonderheit: Bayerns größter Magnolienhain

Erreichbarkeit: Aschaffenburg Hauptbahnhof, ca. 15 Minuten zu Fuß

Aschaffenburg trägt nicht umsonst den Beinamen „Bayerisches Nizza“: Mediterranes Flair trifft hier auf frühe Blütenpracht. Im Park Schöntal stehen rund 42 Tulpen-Magnolien dicht an dicht und verwandeln den Park meist ab Ende März für wenige Wochen in ein zartes Rosa-Weiß-Blütenmeer. Vor der historischen Kulisse und unter klarem Frühlingshimmel, kommen Fotografinnen und Fotografen regelrecht auf ihre Kosten.

Schon der Spaziergang dorthin ist besonders schön: Vom Hauptbahnhof aus geht es zu Fuß vorbei am Schloss Johannisburg und der Stiftsbasilika St. Peter und Alexander direkt in den Park. Narzissen und Tulpen säumen die Wege und für ein kleines Päuschen stehen auch etliche Bänke bereit.

06.04.2025 - Impression: Erste Sonnenstrahlen am f
Gerade am frühen Morgen bietet der Magnolienhain im Park Schöntal in Aschaffenburg einen ganz besonderen Charme. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Raphael S/IMAGO/Beautiful Sports

2. Würzburg: Blütenpracht im Residenz-Hofgarten

Blütezeit: März bis Mitte April, orientalische Zierkirschen ab Anfang April

Besonderheit: Barocke Kulisse trifft bunte Frühblüher

Erreichbarkeit: Würzburg Hauptbahnhof, ca. 15 Minuten zu Fuß

Da sind sich wahrscheinlich viele Ansässige einig: Die Residenz in Würzburg ist ohnehin einen Besuch wert, aber im Frühling zieht es die Menschen automatisch in den Hofgarten. Krokusse, Küchenschellen, Tulpen und Narzissen blühen, Magnolien strecken ihre Blüten der Sonne entgegen. Ab Anfang April öffnen sich dann auch die orientalischen Kirschblüten im Südteil. Das „Hanami“-Erlebnis, das man aus Japan kennt - und auf Deutsch etwa so viel heißt wie „Blüten betrachten“ - gibt es also auch mitten in Unterfranken.

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Im Frühling erwacht der barocke Hofgarten in Würzburg zum Leben: Im Westteil blühen bereits im März die Küchenschellen und Krokusse auf den Rasenflächen, etwas später folgen dann Tulpen und Narzissen. © Nabiha Dahhan via www.imago-imag/imago images/Westend61

3. Bamberg: Magnolientraum am Schillerplatz

Blütezeit: Meist Anfang April, etwa sieben bis zehn Tage

Besonderheit: Ein Magnolientraum direkt vor der Alten Hofhaltung

Erreichbarkeit: Bamberg Hauptbahnhof, Buslinie 910 bis „ZOB“ oder „Domplatz“

In Bamberg sorgt die Magnolia soulangeana am Schillerplatz für ein rosa Blütenfeuerwerk. Und warum das Ganze nicht direkt mit einem kompletten Tagesausflug verknüpfen: Die Altstadt des „Klein Venedigs“ lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden, und überall tauchen kleine Farbtupfer wie Zierkirschen oder Forsythien auf.

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Dank einer früheren Fischersiedlung trägt Bamberg den Spitznamen Klein Venedig. Durch die vielen Blüten ist die Stadt im Frühling noch bunter. © xbrchx via imago-images.de/IMAGO/Panthermedia

4. Fränkische Schweiz: Wandern durch Frankens Blütenmeer

Blütezeit: April

Besonderheit: 200.000 Kirschbäume blühen

Erreichbarkeit: Vom Nürnberger Hauptbahnhof aus geht es beispielsweise mit der Regionalbahn in einer Dreiviertelstunde bis nach Pretzfeld.

Wer eine besonders romantische Aussicht genießen will, sollte in den Osterferien einen Trip in die Fränkische Schweiz unternehmen. Auf über 25 Quadratkilometern blühen dort nämlich um die 200.000 Kirschbäume auf. Das Naturschauspiel erfreut jedes Jahr zahlreiche Ausflügler und Touristen.

Die Kirschblüte in der Region im Städtedreieck Nürnberg-Forchheim-Bayreuth wird normalerweise für Mitte bis Ende April erwartet. Je nach Höhenlage öffnen sich die Blüten etwas früher oder auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Um Blüten-Fans laufend auf dem Stand zu halten, gibt es auf der Website der Tourismuszentrale ein Barometer, welches tagesaktuell anzeigt, in welchem Stadium sich Blüte oder Kirschfrucht befinden. Besonders empfehlenswert sei laut einer Sprecherin der Tourismuszentrale der rund zehn Kilometer lange Kirschlehrpfad bei Pretzfeld (Kreis Forchheim). Doch auch in der Gegend rund um das Walberla sei das Spektakel sehr gut zu sehen - so beispielsweise in Kirchehrenbach.

Blühbeginn und frische Kirschblüte am Walberla (Ze
Blühbeginn und frische Kirschblüte am Walberla Zeugenberg, Ehrenbürg bei Wiesenthau. © IMAGO/Hanna Wagner

5. Hof: Späte Blüte im Botanischen Garten

Blütezeit: Ende April bis Anfang Mai

Besonderheit: Geheimtipp im kühleren Nordosten Bayerns, Kirschblüten und Frühjahrsboten

Erreichbarkeit: Hof Hauptbahnhof, ca. 15 Minuten mit Bus Linie 1562

Wer die Kirschblüte später erleben möchte, ist in Hof genau richtig. Der Botanische Garten überrascht mit mehreren Zierkirschen, die meist erst Ende April ihre rosa Blüten öffnen. Dazu gibt es Magnolien, Narzissen und Tulpen - perfekt für einen entspannten Spaziergang oder eine kleine Pause im Grünen.

Theresienstein in Hof an der Saale in Oberfranken
Er liegt mitten in Hof: Der Bürgerpark Theresienstein. © Horst Schunk via www.imago-image/imago images/CHROMORANGE