
Wie aus einer Mitteilung der Polizei hervorgeht, hat ein Passant am Donnerstagabend, 19. März, bei Hemmersheim (Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim) einen verendeten Rotmilan gefunden. Aufgrund der Fundumstände geht die Kriminalpolizei davon aus, dass das Tier vergiftet wurde.
Der Mann verständigte gegen 19 Uhr die Polizei, nachdem er den Greifvogel nahe eines Waldgrundstücks in Hemmersheim („Stöckemer Holz“) entdeckt hatte. Nach ersten Ermittlungen nimmt das zuständige Fachkommissariat 12 des Nürnberger Kriminalfachdezernats 1 an, dass ein bislang Unbekannter den Rotmilan vergiftete.
Bereits 2024 hatte die Nürnberger Kriminalpolizei in einem ähnlichen Fall ermittelt: In der Gegend „Untere Mühle“ (ebenfalls Gemeinde Hemmersheim) war damals ein nachweislich vergifteter Rotmilan gefunden worden. Der Greifvogel wurde nach Polizeiangaben mit Carbofuran vergiftet. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, das unter anderem als Insektizid im Pflanzenanbau eingesetzt wird und für Mensch und Tier ein hochgefährliches Kontaktgift darstellt. In der EU ist die Anwendung seit 2008 verboten. Das Ausbringen von Carbofuran ist laut Angaben der Polizei eine Straftat.
Die Kriminalpolizei hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen Vergehen gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die auf den Feldwegen bei Hemmersheim am 17. März und am 18. März verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken melden.
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