Nürnberg - Noch ein Heimspiel steht vor der Länderspielpause an, für den Nürnberger Cheftrainer ist es ein besonderes. Bei seiner Mannschaft will er unter der Woche in vielen Bereichen einen „Schritt nach vorne“ gesehen haben.

Von 1999 bis 2004 war der Spieler Miroslav Klose für den 1. FC Kaiserslautern auf Torejagd - und das höchst erfolgreich. Der ehemalige Weltklasse-Stürmer hat in seinen fünf Jahren 52 Treffer in 147 Partien erzielt und sich am Betzenberg zur Legende gemacht. Der Trainer Miro Klose steht aktuell vor seinem vierten Spiel gegen die „roten Teufel“. Werden Duelle mit der alten Liebe also langsam Routine? „Es bleibt was besonderes, aber wenn man das vierte Spiel macht, sind andere Emotionen da. Es war vom ersten Spiel an so, dass ich natürlich mit Nürnberg gegen Kaiserslautern gewinnen möchte“, betont Klose. „Jetzt haben wir ein Heimspiel, auf das ich mich unheimlich freue, und schauen wie viele Punkte wir mitnehmen können.“

Das Highlight-Duell am Samstag wird auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Stürmer Mahir Emreli steht in Diensten des 1. FCK und kehrt ins Max-Morlock-Stadion zurück, das letzte Saison noch seine Heimat war. Den Draht zu seinem Positions-Kollegen hält Klose nach wie vor Aufrecht. „Die Beziehung, den Umgang mit Spielern, die hier waren, pflege ich weiterhin, das ist mir wichtig. Der Kontakt ist nie abgerissen, was ich unheimlich schön finde - wir freuen uns beide auf das Wiedersehen“, so der FCN-Coach.

Neben vielen Emotionen wird es am Samstag vor allem auch harte Fakten geben: wer kommt der Erfüllung seines Saisonziels näher, wer wird enttäuscht zurückbleiben? Platz sieben war vor Beginn der Spielzeit die Vorgabe für den FCN - ein Ziel, das der Nürnberger Übungsleiter nicht aus den Augen verloren hat. „Wenn ich ehrlich bin ist es weiter das Ziel, dann könnten wir auch ein wenig experimentieren. Doch es bleibt dabei, dass wir nach unten schauen und den Abstand vergrößern wollen, das hat absolut Priorität - aber auch weiterhin nach oben, weil wir alles selbst in der Hand haben.“ Er wolle zu Hause nach der Düsseldorf-Pleite gegen die Pfälzer „das erfolgreiche Gesicht“ von seiner Mannschaft sehen.

Dafür hat der FCN in der Trainingswoche ordentlich Gas gegeben. „Wir wissen, dass wir viele Flanken verteidigen müssen, das ist ihre Stärke, Umschaltspiel ist absolut ihre Stärke. Wir haben auch beide Boxen trainiert, Offensive trainiert und da wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Viele Dinge machen wir gut: das Timing ist gut, die Pässe sind gut, die Übersicht ist gut - mal sehen was wir davon umsetzen können.“ Dabei helfen sollen und müssen auch weiterhin die jungen Wilden. „Wenn die sich im Training empfehlen, wird das immer so sein. Es ist unsere Aufgabe - das ist Nürnberg das wird immer der Fall sein - ,dass wir mutig sind und auf junge Spieler setzen und die so vorbereiten, dass sie 2. Liga spielen können. Das ist nicht immer einfach, aber es ist unser Weg.“ Es sei „nicht der Tabellenplatz für einen Freifahrtschein“, erklärt Klose in der Vorspieltags-Pressekonferenz.