Nürnberg - Buchverfilmungen gehören zum Kino dazu wie Popcorn und eine riesige Leinwand. 2026 kommen wieder einige Buchverfilmungen, wir haben uns 10 davon genauer angeschaut.

Lesen ist wie Fernsehen im Kopf - diesen Satz hat wohl jeder von uns schon einmal gehört. Das macht es auch umso anspruchsvoller, ein Buch zu verfilmen, denn alle, die die Geschichte schon gelesen haben, haben im Grunde schon selbst Regisseur gespielt und einen eigenen Film dazu abgespielt.

Dennoch haben Buchverfilmungen einen eigenen Zauber. Nicht umsonst finden jedes Jahr Bücher ihren Weg auf die Leinwand, was als besondere Auszeichnung für das Buch gilt.

Und auch 2026 gibt es wieder einige Bücher, die verfilmt werden. Dabei sind Klassiker der Literaturgeschichte, aber auch jüngere Werke. Und wie immer lohnt es sich, das Buch zum Film zuvor zu lesen, um einen eigenen Vorsprung beim Schauen zu haben und so ein ganz besonderes Filmvergnügen zu bekommen.

10 Bücher, die 2026 verfilmt werden

„Der Astronaut“

Es ist nicht das erste Buch aus der Feder von Andy Weir, das den Weg ins Kino findet. In „Der Marsianer“ saß Matt Damon auf dem Mars fest, diesmal steigt Ryan Gosling in den Raumanzug. „Der Astronaut“ ist ein Science Fiction-Abenteuer, in dem das Überleben der Menschheit von einem einzigen Astronauten abhängt.

Regie führen Phil Lord und Chris Miller, Kinostart in Deutschland ist der 19. März.

„Frankenstein“

„Frankenstein“ ist als sogenannter „Schauerroman“ ein absoluter Klassiker und Vorreiter der Horrorliteratur. Das Buch von Mary Shelley ist nicht nur einfaches Gruseln, sondern auch Gesellschaftskritik höchster Güte. Das zeigt sich schon allein dadurch, dass sie heute genauso gültig ist, wie schon zur ersten Erscheinung 1818.

Jetzt verarbeitet Regisseurin Maggie Gyllenhaal den Stoff aufs Neue, Christian Bale, Penélope Cruz und Jake Gyllenhaal sind seit dem 5. März in den deutschen Kinos in „The Bride! -Es lebe die Braut“ zu sehen.

„Die Rache trägt Prada“

Zeitverschiebung als künstlerische Freiheit: In der Buchvorlage liegen zwischen dem ersten und dem zweiten Band nur acht Jahre, in der Filmversion sind es 20. Denn so lange ist es her, seit wir in „Der Teufel trägt Prada“ zusehen konnten, wie Anne Hathaway und Emily Blunt als Assistentinnen litten. Mittlerweile sind ihre Figuren selbst erfolgreich in ihren Karrieren, als sich die Wege mit der ehemaligen Chefin, verkörpert von Meryl Streep, erneut kreuzen. Und auch Stanley Tucci ist als Art Director wieder dabei.

Regie führt, wie schon im ersten Teil, David Frankel. Am 30. April ist die Deutschlandpremiere.

„Glennkill“

Im beschaulichen Irland liest Schäfer George Glenn seiner Schafherde jeden Abend Geschichten vor. Auch Krimis sind dabei. Ohne es zu wollen, hat er dadurch seine Tiere zu Ermittlungsexperten geschult. Und als der gute Mann dann selbst tot auf der Weide liegt und ihm ein Spaten aus der Brust ragt, sind sich die Schafe sicher: Das war Mord. Ein Mord, den sie aufklären werden.

Im Film heißt der Schäfer George Hardy und wird von Hugh Jackman verkörpert. Der Film von Regisseur Kyle Balda kommt am 14. Mai in die deutschen Kinos.

Die Odysse

Dass es keine zeitliche Begrenzung dafür gibt, wann ein Buch erschienen sein sollte, um verfilmt zu werden, zeigt dieses Beispiel. Vor rund 2700 Jahren wurde die Odyssee von Homer zum ersten Mal schriftlich festgehalten. Zeitlich knüpft sie an den Krieg von Troja an und behandelt die lange und gefährliche Heimreise von Odysseus nach dem Krieg.

Star-Regisseur Christopher Nolan hat ein großes Aufgebot an Filmstars für den Film versammelt, der am 16. Juli in die deutschen Kinos kommt: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya, Lupita Nyong‘o und Robert Pattinson, um nur einige zu nennen.

Sinn und Sinnlichkeit

Nicht ganz so alt wie die Odyssee, aber ebenfalls ein absoluter Klassiker der Literaturgeschichte ist „Sinn und Sinnlichkeit“ von Jane Austen. Sie veröffentlichte das Buch 1811 unter dem Titel „Sense and Sensibility“. Eine Verfilmung gab es bereits 1995 mit britischen Filmgrößen wie Emma Thompson, Alan Rickman, Kate Winslet und Hugh Grant. Diesmal darf ein komplett neuer Cast ran, Bodhi Rae Breathnach, Daisy Edgar-Jones und andere sind dabei.

Die Neuverfilmung des Klassikers um die Liebes- und Geldsorgen der Schwestern Dashwood läuft am 24. September in Deutschland an, Regie führt Georgina Oakley.

Verity

Es ist nicht die erste Verfilmung eines Buchs von Colleen Hoover, es ist nicht einmal die einzige Verfilmung eines ihrer Bücher, die 2026 in die Kinos kommt. Nach „Reminders of Him“ (12. März) feiert in der zweiten Jahreshälfte „Verity“ seine Filmpremiere. Diesmal dreht es sich um eine junge Autorin, die den Auftrag erhält, anhand von Notizen eine Buchreihe fertigzustellen. Doch in diesen Notizen findet sie Hinweise auf ein furchtbares Geheimnis. Dass sie sich in ihren Auftraggeber verliebt hat, hilft in der Situation nicht besonders.

Regie führt Michael Showalter, Stars wie Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett verkörpern die Figuren. Kinostart in Deutschland ist am 1. Oktober.

Die Tribute von Panem L - Der Tag bricht an

Die Verfilmung der ursprünglichen Buchtrilogie machte nicht nur Autorin Suzanne Collins international berühmt, sondern stellte auch den Durchbruch von Darstellerin Jennifer Lawrence dar. Nun kommt auch das Prequel „L - Der Tag bricht an“ in die Kinos, in dem wir mehr über die Geschichte von Haymitch Abernathy erfahren.

Regie führt, wie schon in der Originaltrilogie, Francis Lawrence, Kinostart ist am 19. November.

Dune - Der Wüstenplanet

Bereits in den 1980er Jahren versuchte sich David Lynch an einer Verfilmung der „Dune“-Reihe von Frank Herbert. Damals wurde das SciFi-Abenteuer auf einem Wüstenplaneten eher zum Flop. Die Neuverfilmungen von Regisseur Denis Villeneuve kamen beim Publikum besser an, nun kommt Teil 3 in die Kinos.

Der nächste Teil mit Timothée Chalamet, Zendaya und Jason Momoa soll am 17. Dezember Deutschlandpremiere feiern.

Netflix: „Die Chroniken von Narnia“ von C. S. Lewis

Nicht alle Verfilmungen landen heutzutage im Kino. Das muss der Güte dieses Reboots aber keinen Abbruch tun, schließlich bietet das Fantasy-Epos von C. S. Lewis auch eine großartige Vorlage. Die Abenteuer der Pavensie-Geschwister, die durch ein Portal in einem Schrank in eine sagenhafte Parallelwelt gelangen, wurden bereits zwischen 2005 und 2010 verfilmt.

Diesmal führt Greta Gerwig Regie, bekannte Darstellerinnen und Darsteller wie Emma Mackey, Daniel Craig und Carey Mulligan schlüpfen in die Rollen. Netflix-Start ist am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember.