Frankfurt - Eine deutsche Großbank ist ins Visier von Betrügern geraten. Damit sind auch rein auf dem Papier Millionen Kundinnen und Kunden aus Deutschland betroffen. Wir erklären dir, wie du dein Geld jetzt absichern kannst.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung erklärt, ist derzeit auch ein Schreiben in Umlauf, das angeblich im Namen einer deutschen Großbank verschickt worden sei. Unter dem Betreff „Hinweis Ihrer Bank: Vertragsfortführung bitte jetzt bestätigen“ werde die Kundschaft der Commerzbank dazu aufgefordert, die photoTAN kurzfristig zu erneuern, um den Zugriff auf das Online-Banking weiterhin ohne Einschränkungen nutzen zu können.

Durch die knappe Frist (bis 14.03.2026 beispielsweise) und die Androhung mehrerer Kontoeinschränkungen beziehungsweise einer Kontosperrung solle klassischerweise Zeitdruck aufgebaut werden. Zusätzlich werde der Vorgang typischerweise als besonders einfach und schnell dargestellt („dauert nur wenige Minuten“), um die Aufforderung harmlos wirken zu lassen und zu einer schnellen Reaktion zu bewegen. Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Link in der Mail, Fristsetzung und Drohung mit einer Kontosperrung.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein Commerzbank-Konto haben, schauen Sie in der App oder auf der echten Internetseite nach, ob es dort ähnliche Aufforderungen gibt.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen. Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.

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