Berlin - Eine deutsche Großbank ist ins Visier von Betrügern geraten. Damit sind nun auch potenziell Millionen Kunden aus Deutschland betroffen. So kannst du dein Geld jetzt sicher schützen.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt gibt, ist derzeit auch ein Schreiben in Umlauf, das angeblich von einer deutschen Großbank stamme. Die E-Mail gebe demnach vor, von den Volksbanken Raiffeisenbanken zu stammen und informiere über eine angeblich notwendige Aktualisierung der Zugangsdaten für das „VR-SecureGo-Verfahren“.

Es werde hier zudem behauptet, dass der aktuelle Zugang nur noch bis zum 11. März 2026 gültig sei. Um weiterhin alle Bankdienste nutzen zu können, werde man aufgefordert, über einen bereitgestellten Button („Zugang aktualisieren“) eigene Daten zu bestätigen. Auffällig sei hier das Sicherheitsargument („im Rahmen unserer Sicherheitsrichtlinien“), welches Vertrauen schaffen soll.

Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Zeitdruck (kurze Fristsetzung), Link in der Mail sowie die Drohung mit eingeschränkter Kontonutzung. Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, solche Betrugsversuche zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Falls Sie ein Konto bei einer Volksbank oder Raiffeisenbank haben, prüfen Sie über die offizielle App oder die bekannte Website, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.