Nürnberg - Erst T-Shirt-Wetter, dann Wintergefühle? In Franken wird es zum Wochenende deutlich frischer. Wetterexperten schließen sogar Schnee in Teilen Nordbayerns nicht aus.

Der Frühling hat sich in Franken in den vergangenen Tagen schon ziemlich überzeugend gezeigt. Viel Sonne und milde Temperaturen sorgten dafür, dass mancherorts in der Region sogar schon die ersten T-Shirts aus dem Schrank geholt wurden. Auch in Nürnberg wurde es zum Freitag nochmal recht mild bei bis zu 15 Grad.

Laut dem regionalen Wetterexperte „Wetterochs“ erreichten die Temperaturen auch im Frankenland am Freitag nochmal Höchstwerte von 16 Grad.

Frühling in Franken bekommt einen Dämpfer: Kaltfront kündigt sich an

Doch die frühlingshafte Phase bekommt schnell einen Dämpfer. Zum Wochenende hin kündigt sich dann ein deutlicher Wetterumschwung an: „Am Samstag erreicht uns eine Kaltfront, die allerdings nur wenig Schwung hat“, sagt der Wetterochs in seiner Prognose. Trotzdem wird es deutlich frischer.

Je nach Wettermodell liegen die Höchstwerte laut Prognosen nur noch bei 8 bis 12 Grad. Außerdem hat die Kaltfront vor allem dichtere Wolken und immer wieder Regen im Gepäck. Mit Ausnahme Südostbayerns soll es schon am Samstagmorgen überall bewölkt sein. In Franken und Schwaben ist laut DWD Regen angesagt, der sich langsam Richtung Südosten ausbreitet. Am wärmsten soll es mit bis zu 15 Grad in Teilen Niederbayerns werden, in Unterfranken zwischen Spessart und Rhön dagegen liegen die Höchsttemperaturen bei kühlen 7 Grad, wie die Deutsche Presse-Agentur vermeldet.

Wieder bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in Bayern? Das sagen Experten

Auch am Sonntag soll es überwiegend stark bewölkt werden. In Franken werden meist nur noch 4 bis 8 Grad erreicht - und in höheren Lagen kann es sogar wieder winterlich werden. Auf den Jurahöhen seien laut dem Wetterexperten Stefan Ochs sogar Schneeflocken möglich.

Auch ein Blick auf Bayern insgesamt zeigt, dass der Winter mancherorts noch einmal zurückkommen könnte. Wie der DWD-Meteorologe Niklas Mewes gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ mitteilt, sinkt die Schneefallgrenze im Laufe des Samstags deutlich. Am Mittag liege sie in Baden-Württemberg zunächst noch bei etwa 700 bis 800 Metern, im Tagesverlauf greife diese Entwicklung dann auch auf Bayern über. Auch auf dem Ochsenkopf oder in der Rhön ist somit Neuschnee zu erwarten.

Die größten Schneemengen erwartet der Experte des Deutschen Wetterdiensts zwischen Samstagabend und Sonntagabend, besonders im Allgäu. „Lokal fällt gegebenenfalls etwas mehr, da kann es vereinzelt gegebenenfalls auch mal bis zu 20 Zentimeter geben.“ Insgesamt rechnet Mewes aber eher mit zehn bis 15 Zentimetern Neuschnee. Im Unterallgäu könnten oberhalb von etwa 700 Metern immerhin noch bis zu fünf Zentimeter zusammenkommen, betont er gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Kurzes Gastspiel: Stabileres Wetter zur neuen Woche

Das Wintergastspiel scheint aber ein sehr kurzes zu bleiben: Zwar bleibt es zu Beginn der neuen Woche zunächst kühl und wechselhaft, bei Temperaturen zwischen null und 8 Grad in Franken. Ab Dienstag soll sich dann aber bereits erneut ein Hochdruckgebiet aufbauen und wieder etwas stabileres Wetter durchsetzen, erwartet der Wetterochs.