Fürth - Die Oberbürgermeisterwahl 2026 hat ein ähnlich klares Ergebnis geliefert wie die letzte Wahl vor sechs Jahren. Thomas Jung wurde deutlich im Amt bestätigt und bleibt Oberbürgermeister der Kleeblattstadt.

Erst am späten Sonntagabend waren alle Stimmgebiete der Oberbürgermeisterwahl in der Stadt Fürth vollständig ausgezählt. Doch schon Stunden vorher war klar, dass Thomas Jung auch im Jahr 2026 als unumstrittener Sieger aus der Wahl hervorgehen würde. Mit 72,14 Prozent fuhr Jung ein dominantes Ergebnis ein, von dem die Amtsbewerber in den anderen kreisfreien Städten Bayerns nur träumen können - kein anderer Kandidat auf das Amt des Oberbürgermeisters erreichte landesweit eine derart hohe Zustimmung.

Überrascht haben dürfte dieses Ergebnis niemanden in Fürth, schließlich ist Thomas Jung bereits seit 2002 Oberbürgermeister. Seit dem Jahr 1818, als Fürth zur Stadt Erster Klasse erhoben wurde und eine eigenständige Verwaltung bekam, waren nur zwei Stadtoberhäupter länger im Amt als Jung. Beendet er die kommende Amtsperiode als Oberbürgermeister, macht Jung die 30 Jahre als Chef im Fürther Rathaus voll - und würde damit zum Fürther Stadtoberhaupt mit der zweitlängsten Amtszeit in der Geschichte aufsteigen.

Auch der hohe Zustimmungswert bei der Wahl 2026 sorgt in der Kleeblattstadt für keinerlei Verwunderung. Bei seinem ersten Wahlsieg im Jahr 2002 vereinte Jung 53,3 Prozent der Stimmen auf sich, bestätigt wurde er im Amt stets mit deutlichen Ergebnissen: 2008 mit dem Rekordergebnis von 80,1 Prozent, 2014 mit glatt 73 Prozent, 2020 mit dem annähernd selben Ergebnis - und in diesem Jahr mit nur knapp einem Prozentpunkt weniger.

Jungs Zustimmung: Utopie in Nürnberg und Erlangen

Dabei können sich die anderen Oberbürgermeisterkandidaten in der Metropolregion angesichts derartiger Ergebnisse nur die Augen reiben. Der Nürnberger Amtsinhaber Marcus König (CSU) muss gegen den SPD-Herausfoderer Nasser Ahmed in die Stichwahl. Eine solche wird auch über das Amt des Oberbürgermeisters in Erlangen entscheiden, wo Amtsinhaber Florian Janik (SPD) herbe Verluste im Vergleich zur letzten Wahl hinnehmen musste und knapp sieben Punkte weniger als sein Herausforderer von der CSU, Jörg Volleth, holte.

Während in Nürnberg und Erlangen der Wahlkampf also noch weitergeht, darf sich Thomas Jung schon auf seine fünfte Amtszeit als Fürther Oberbürgermeister vorbereiten, die am 1. Mai beginnt. Auf Instagram bedankte sich der SPD-Politiker für die Unterstützung und das Vertrauen in seine Arbeit. Am frühen Montagmorgen postete er ein Bild des Fürther Rathauses, nun schon seit 24 Jahren sein Arbeitsplatz. Darunter schrieb er: „Nach einer kurzen Nacht darf ich mich für das große Vertrauen bedanken und gehe jetzt gleich gerne ins Rathaus um weitere 6 Jahre tüchtig und erfolgreich zu arbeiten. Danke“