
Was am Mittwochnachmittag auf der A81 zwischen Ludwigsburg-Süd und -Nord wie ein ganz normaler Stau begann, endete in einem außergewöhnlichen Einsatz für Polizei und Rettungskräfte.
Gegen 15.30 Uhr fuhr ein 27-jähriger Mann mit seinem Hyundai verbotswidrig in die Rettungsgasse und löste damit eine Unfallserie aus. Zeugen berichten, dass der Mann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die zwischen linkem und mittlerem Fahrstreifen gebildete Gasse raste. Zunächst streifte er den Außenspiegel eines Mercedes, in dem eine 32-Jährige saß. Nur wenige Meter weiter touchierte er die linke Seite eines BMW eines 35-Jährigen. Schließlich prallte der Hyundai mit dem Heck eines Mercedes zusammen, der von einem 51-Jährigen gesteuert wurde. Erst danach kam das Fahrzeug des 27-Jährigen zum Stillstand.
Die Bilanz: rund 100.000 Euro Sachschaden und drei erheblich beschädigte Fahrzeuge, die teilweise nicht mehr fahrbereit waren und daher abgeschleppt werden mussten. Der Unfallverursacher sowie der 51-jährige Mercedesfahrer erlitten leichte Verletzungen.
Nach den Unfällen spitzte sich die Situation allerdings weiter zu: Der 27-Jährige verweigerte die medizinische Versorgung und lief stattdessen quer über die Autobahn davon. Eine Rettungssanitäterin wollte ihn in einen sicheren Bereich zurückführen, doch der Mann reagierte erneut aggressiv: Er holte aus und schlug der jungen Frau gegen den Kopf. Sie erlitt leichte Verletzungen und musste später selbst behandelt werden.
Polizeibeamte brachten den Mann schließlich zu Boden und legten ihm Handschellen an. Auch hierbei schlug und beleidigte er die Einsatzkräfte. Da der Verdacht auf Alkoholeinfluss bestand, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Während dieser Untersuchung geriet der 27-Jährige zunehmend in einen psychischen Ausnahmezustand, weswegen er schließlich in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden musste.
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