
Die Sonne scheint zwar, der Blick könnte in den kommenden Tagen aber getrübt sein. „Die Sonne könnte dann am Wochenende eher milchig oder eingetrübt vom Himmel scheinen“, schreibt Jacqueline Kernn von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Der Grund: Saharastaub.
Aus Nordafrika komme Luft zu uns nach Deutschland. „Diese enthält viel Staub aus der Sahara, was den Sonnenschein ab Freitag trüben dürfte“, schrieb Kernn. Der Staub könne auch zu mehr sogenannter Konvektion führen. Dabei steigt warme Luft auf, kühlt sich dabei ab und sinkt dann seitwärts wieder ab. Es könnten sich daher in den höheren Luftschichten Wolken bilden.
Auch Bayern wird den Saharastaub ab Freitag abbekommen, wobei die Staubkonzentration im Westen des Freistaats etwas höher ist als im Osten und Südosten. Ihren Gipfel nimmt die Saharastaub-Konzentration in Bayern dann am Samstag, wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet.
„Der eingetrübte Himmel könnte sich auch in der Temperatur niederschlagen“, schrieb Kernn. „Dennoch ist es für Anfang März meist sehr mild.“
Der „Fränkische Wetterochs“, Stefan Ochs, rechnet in den nächsten Tagen weiter mit Hochdruckwetter und frühlingshaften Temperaturen von 15 bis 17 Grad in Franken. Auch zahlreiche Sonnenstunden sind in Sicht, eigentlich - die könnten nun in Verbindung mit dem Saharastaub den Himmel über Franken etwas milchiger erscheinen lassen und ihn in ein mystisches Licht tauchen.
Bis einschließlich Dienstag hält das ruhige Hochdruckwetter auf jeden Fall noch an, so der „Wetterochs“, da es zudem wenig Luftbewegung gibt, bleibt dem Freistaat der Saharastaub also noch etwas länger erhalten. Ab Montag soll die Konzentration aber abnehmen, wie der „BR“ mitteilt.
Keine guten Aussichen für Allergiker: „Hasel und Erle blühen teils schon kräftig“
„Für Allergiker heißt trockenes Wetter im Frühling oft nichts Gutes“, sagt die Meteorologin. „Hasel und Erle blühen teils schon kräftig und verteilen ihre Pollen über weite Teile des Landes. Vor allem im Westen und Süden ist die Pollenkonzentration teils stark erhöht.“