
Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich im Namen von Paypal verschickt worden sei. Die E-Mail fordere demnach angeblich dazu auf, das PayPal-Konto zu „prüfen“ und Kontoinformationen zu aktualisieren, weil eine ungewöhnliche Aktivität festgestellt worden sei. Sie werde unter dem Betreff „Jetzt prufen“ versendet.
Typischerweise werde mit einer angeblich notwendigen Überprüfung „zur Sicherheit“ und der Androhung von Kontoeinschränkungen Druck aufgebaut. Gleichzeitig wird der Vorgang als schnell („nur wenige Minuten“) dargestellt, um die Aufforderung harmlos wirken zu lassen und zum Einloggen zu bewegen.
Auffällig seien hier zudem die untypische Anrede („Guten Tag, Lieber Kunde!“) sowie mehrere sprachliche Fehler (u. a. „prufen“, doppelte Punkte, holprige Formulierungen). Solche Unsauberkeiten passen nicht zu seriösen PayPal-Benachrichtigungen, macht diese Warnmeldung ausdrücklich klar. Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Drohung mit Einschränkungen sowie ein Link in der Mail.
Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir empfehlen Ihnen, solche Nachrichten unbeantwortet zu lassen, in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein Konto bei PayPal haben, prüfen Sie über die offizielle App oder die bekannte Website, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden.“ Der Bezahldienst ist auch in Deutschland überaus beliebt und dadurch weit verbreitet. Millionen Menschen in der Bundesrepublik nutzen den Dienst täglich.
In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte Ihr Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn Sie nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfen, kann es Sie mit einer Nachricht hier einmal treffen.
Solange Sie darauf nicht reagieren, kann Ihnen auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn Sie auf Links klicken und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingeben. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhalten Sie mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei Ihrer Telefonnummer beziehungsweise Ihrer Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt Ihr Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne Ihnen die Nachricht extra zu pushen.
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