Feld am See - Im Eiswasser die Kälte spüren, Sportspaß im Schnee und die Hitze bei ganz besonders aromatischen Aufgüssen aufsteigen lassen: Die Region Nockberge in Kärnten bietet einen facettenreichen Urlaub - und das Sommer wie Winter für die ganze Familie.

Nicht einmal ganz drei Grad Celsius kalt ist das Wasser des Brennsees in Kärnten an einem Samstagmorgen im Januar. Für die Gruppe um Kältetrainer Bernhard Friedrich also genau die richtige Temperatur. Außerdem lässt die strahlende Sonne den umliegenden Schnee und die Eisflächen auf dem See glitzern - perfektes Badewetter also. Bevor es jedoch vor dem Panorama der sanften Nockberge ins eisige Wasser geht, hat Friedrich noch einige Tipps parat: „Eine Kleinigkeit vorher zu essen, um dem Körper die notwendige Energie zur Verfügung zu stellen“, sei wichtig. Notwendig sei es auch, den Körper kurz vor dem Eisbad zu mobilisieren. Also gibt es noch ein paar sanfte Aufwärmübungen, bevor es dann mit ruhigen, langsamen, aber stetigen Schritten über den Zugang des Brennseehofs ins kalte Nass geht.

Für alle Teilnehmer eine absolutes Novum, doch die Gruppe schafft es, die empfohlenen ein bis drei Minuten im Wasser hockend zu bleiben. Bei langen Atemzügen und tiefer Konzentration auf den eigenen Körper schafft es der eine oder die andere sogar in die Entspannung zu finden. „Es ist wichtig, den Moment zu genießen, so kann das Eisbaden zu einem meditativen Erlebnis werden“, gibt Friedrich zu bedenken. Leistungsdruck sollte dabei nicht im Vordergrund stehen - schließlich können schon kurze Kälteimpulse die gewünschten gesundheitlichen Effekte auslösen. Zurück am Ufer werden noch einmal leichte Körperübungen gemacht, sich wieder sanft in ein Handtuch gewickelt - der Körper darf sich wieder Schritt für Schritt an die Wärme gewöhnen.

Das Hotel Brennseehof in Feld am See ist nicht nur ein idealer Ausgangspunkt für Eisbade-Workshops. Die Lage direkt am Brennsee - in unmittelbarer Nähe zum Afritzer und deutlich größeren Millstätter See - bietet ausgesprochen viele Möglichkeiten, seinen Urlaub zu gestalten. Das Resort selbst ist auf Sportbegeisterte sowie Familien ausgerichtet. Rund 60 Zimmer und Apartments umfasst das Hotel, viele davon sind für Eltern und ihre Kinder ausgestattet. In dem Resort - eigens ein Familienbetrieb - gibt es sämtliche Spiel-Areale für alle Altersstufen, sogar eine Kinderbetreuung bietet das Hotel an.

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Bei der Schneeschuhwanderung ab der Maibrunnbahn. © Verena Gerbeth

Zu wärmeren Jahreszeiten lässt es sich bei dieser Lage natürlich einwandfrei schwimmen, segeln, surfen oder fischen - im Winter funktioniert das Hotel einen der zahlreichen Tennisplätze zur Eislaufbahn samt Schlittschuhverleih um. Wer es gemütlicher mag, kann sich an der Eisstockbahn beim Curling versuchen. Doch auch für die Wärme ist unter anderem in den Innenbecken gesorgt. Massagen und Beautyanwendungen können im eigenen Wellnessbereich gebucht werden. Ein absolutes Highlight für alle, die neben dem Schnee und der Eiseskälte auch die Hitze lieben, ist der Saunabereich der Anlage genau das Richtige. Dafür sorgt unter anderem der passionierte Großmeister Claudio, der seine Aufgüsse mit viel Herzblut und Liebe fürs Detail ausschmückt. Die passende Musikauswahl, ausgewählte Düfte oder selbst hergestellte Essenzen aus dem eigenen Kräutergarten des Hotels sorgen für ein außergewöhnliches Saunaerlebnis.

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Die Region Nockberge/Millstätter See. © vnp/punktx

Das Bergmassiv Nockberge an der Südseite der Alpen ist außerdem vergleichsweise sanft hügelig - das Gebiet bietet daher die entsprechenden Voraussetzungen für Anfänger und Fortgeschrittene im Bergsport. Um die kümmert sich das Team der Sportschule Krainer vor Ort. Bei einer Schneeschuhwanderung geht es ins Skigebiet Bad Kleinkirchheim. Die Maibrunnbahn bringt Wanderer wie Skifahrer auf 1760 Meter Höhe. Über schneebedeckte Wanderwege oder Pfade, die im Sommer als Biketrails fungieren, darf es dann unter der Leitung von Mario auch einmal querfeldein gehen. Zwischen Lärchenwäldern und weiten Weiden begegnen einem zahlreiche Tierspuren von Waldbewohnern wie Hasen, Rotwild oder Reh. Nur vereinzelt sind Skitourengänger oder andere Wanderer unterwegs: Die Region Nockberge kann durchaus noch als Geheimtipp gesehen werden. Sie ist touristisch erschlossen, anders als andere Skigebiete allerdings nicht überlaufen.

Stärkung bietet nach der Tour die Bergstation der Maibrunnbahn. Typisch für Kärnten sind natürlich die „Kasnudeln“, große Taschen aus Nudelteig, häufig gefüllt mit Topfen, Erdäpfeln und Kräutern. Aber auch „Kärntna Låxn“, eine besondere Seeforelle, die in der Region gezüchtet wird, steht in der Region häufig auf der Karte. Zum Schluss noch ein kulinarischer Tipp: Wer es gefeilt und qualitativ hochwertig mag, diese Spezialitäten und mehr probieren möchte, im Hüttenrestaurant Trattlers Einkehr in Bad Kleinkirchheim richtig.


Info

Die klimafreundlichste Anreise erfolgt von Nürnberg aus nach Villach, Bahnhof.
Weitere Informationen zu der Region Millstätter See, Bad Kleinkirchheim, Nockberge in Kärnten gibt es unter www.seeundberg.at.


Redaktioneller Hinweis

Die Recherche für manche Artikel in dieser Ausgabe wurde von Reiseveranstaltern, Hotels, Fluglinien oder Tourismusverbänden unterstützt.