
Die kalte Jahreszeit neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu, der Frühling steht in den Startlöchern – und damit beginnt auch wieder die Wander- und Ausflugssaison. Zu den zahlreichen bestehenden Freizeitmöglichkeiten in Franken gesellen sich Wandertouren, die allesamt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, dazu. Das teilte der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) mit. Demnach starten am 1. Mai knapp 40 Freizeitlinien, wobei viele Routen bereits im Vorfeld mit klassischen Zug- und Busverbindungen bedient werden.
„Roth: Schmiede-Historie, Lametta-Zauber und Schloss Ratibor“ (Tour S28)
Die kürzeste Route führt durch die Kreisstadt Roth am nördlichen Rand des fränkischen Seenlandes. Mit einer Länge von neun Kilometern, einer Dauer von drei Stunden und der Eignung für Kinderwägen eignet sich diese Tour insbesondere, aber freilich nicht ausschließlich für Familien.
Den Startpunkt am Bahnhof Roth-Eckersfühlen erreichen Wandernde mit der Regionalbahn (RB62), vom Endpunkt Roth fahren sowohl Regional- als auch S-Bahnen. Die Route führt über zwei Museen, nämlich das Museum Historischer Eisenhammer Eckersmühlen und das Fabrikmuseum Roth, sowie über das Schloss Ratibor.
„Weiden und Neustadt an der Waldnaab: Weltkunst und La dolce vita im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald“ (S44)
Die zweite Städtetour unter den neuen Freizeitrouten hängt maßgeblich mit einer Veränderung im VGN-Netz zusammen. „Unser Verbundraum ist wieder gewachsen und mit Neustadt a. d. Waldnaab und Weiden erweitern sich auch die touristischen Möglichkeiten“, erklärt Geschäftsführer Torsten Heider.
Der Startpunkt liegt im beschaulichen Neustadt, das ebenso wie der Zielpunkt im belebten Weiden in einer guten Stunde mit dem Regionalexpress RE41 ab Nürnberg zu erreichen ist. Unterwegs kommen Wandernde vorbei am Stadtmuseum Neustadt a. d. Waldnaab und dem Keramikmuseum in Weiden. Zudem gibt es im Barockgarten der Lobkowitz-Schlösser Obstbaum-Idylle und Rosenpracht zu bewundern.
„Vulkan-Expedition auf den Rauhen Kulm im Oberpfälzer Wald“ (105)
Der Oberpfälzer Wald hat eine Vulkanismus-Vergangenheit, die sich mit dieser 16 Kilometer langen Tour im Fichtelgebirge erkunden lässt. Als Highlights erwarten die Wandernde unterwegs Ausgrabungsfunde aus der Steinzeit, imposante Steinpfade am Vulkan Rauher-Kulm sowie ein 360-Grad-Panoramo-Ausblick.
Insgesamt sollte man für diese Wanderung drei Stunden einplanen. Den Startpunkt am Bahnhof Kirchenlaibach und den Endpunkt in Kemnath-Neustadt fahren mehrere Regionalbahnen an.
„Wildromantisches Waldnaabtal & Zoiglgenuss im Oberpfälzer Wald“ (217)
Für Fans von Bierwanderungen oder von Touren entlang von Wasser, Felsen und Höhlen ist die 20-Kilometer-Wanderung durch den Oberpfälzer Wald geeignet, für welche man einen ganzen Tag einplanen sollte. Startpunkt ist der Bahnhof Reuth b. Erbendorf, zur Abreise kann man nach Bayreuth, Weiden oder Nürnberg und von dort weiter in den Verbundraum fahren.
Die Tour bietet „urtümliche Naturerlebnisse, historische Highlights und lokale Bierkultur“. Zu den Highlights zählen die legendenumrankten Felsformationen im Waldnaabtal, die Burg Neuhaus und die Hauptstadt des Zoigl-Bieres, nämlich Windischeschenbach. Dort gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, um unterwegs einzukehren.
„Weinhang-Wandern und Wallfahrtshistorie rund um Zeil am Main“ (158)
Natürlich: In Franken gibt es nicht nur Bier, sondern auch hervorragenden Wein – und dementsprechend auch Weinwanderungen – etwa die Tour 158. In elf Minuten kommt man vom Bamberger Hauptbahnhof zum Startpunkt am Bahnhof Ebelsbach. Von dort geht es über den Steinbacher Nonnenberg mit seinen Weinhang-Panoramen und Maintal-Ausblicken über die Burgruine Schmachtenberg und Rebstock-Pfade am Zeiler Käppele bis hin nach Zeil am Main, dessen Bahnhof den Endpunkt der Route darstellt.
In seiner Pressemitteilung verspricht der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg: „Dazwischen bietet sich auf dieser rund 14 Kilometer langen Tour außerdem Spuren uralter Wallfahrtshistorie und Ruinen-Romantik. Und natürlich gibt es für Wein-Passionierte Heckenwirtschaften und Winzerkultur satt.“
„Weinkultur, Winzerstuben und Weitblicke im Weinparadies Franken“ (219)
Eine weitere Weinroute ist von Mai bis November sogar mit einer eigenen Freizeitlinie abgedeckt. Der „Bocksbeutel-Express“ (Linie 109) bringt Wandernde unter anderem von Iphofen oder Uffenheim zum Startpunkt in Reusch bei Weigenheim. Unterwegs kann man sich auf Horizont-Rundumblicke am Bullenheimer Berg, das Naturschutzgebiet Holzöd mit einem wildromantischen Heckenrosentunnel sowie auf das Schloss Frankenberg aus dem 13. Jahrhundert freuen.
Die elf Kilometer lange Weinwanderung bietet somit gleichermaßen zahlreiche Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten. Zur An- und Abreise stehen neben der Freizeitlinie 109 auch die Regionalexpresse RE10 und RE80 zur Verfügung.
„Ruinen-Hopping und Mühlen Romantik im Naturpark Frankenwald“ (218)
Der Hochfranken-Express (Linie 1332) bringt seine Fahrgäste von Untersteinach, das man ab Nürnberg über Trebgast mit dem RE30 und dem RB34 erreicht, zum Startpunkt in Stadtsteinach. Wie alle Freizeitlinien verkehrt auch dieser Bus jeweils an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in den Monaten Mai bis November.
Auf der 19 Kilometer langen Tour durch den Frankenwald durchqueren Wandernde die pittoreske Steinachklamm, passieren die historische Schneidmühle am Hochofen und genießen den Ausblick von der uralten Burgruine Nordeck. Die Route führt durch Täler und Schluchten, über Wiesen und Wälder – und nimmt einen Tag in Anspruch.
Genauere Informationen zu den Routen finden Interessierte unter diesem Link.

