Salzburg - Die wirtschaftliche Lage in Skigebieten wird unter anderem durch den Klimawandel immer schwieriger. Ein Gebiet in Österreich trifft es nun mit voller Wucht. Es bleibt nur der Schritt in die Insolvenz.

Skigebiete befinden sich in zunehmend schwierigem Fahrwasser. Der Klimawandel sorgt dafür, dass immer weniger Schnee fällt und ohne Schnee, das ist offensichtlich, bleibt auch das Skivergnügen aus. Künstliche Beschneiung kostet viel Geld. Skipässe werden folglich immer teurer. Immer weniger Menschen können oder wollen sich das leisten. Es ist eine verfahrene Situation. Das Skigebiet der Abtenauer Bergbahnen in Salzburg ist in finanzielle Schieflage geraten. Auf der Webseite ist die Rede von einem täglichen Betrieb. Die drängende Frage lautet: Wie lange noch?

Wie die österreichische Kronen Zeitung berichtet, haben die Abtenauer Bergbahnen gut vier Millionen Euro Schulden. Die Geschäftsführung sah sich daher in der vergangenen Woche gezwungen, Insolvenz für das Wintersportgebiet anzumelden. „Leider ging es nicht mehr anders, wir mussten handeln“, sagt Walter Pendl, einer der Verantwortlichen gegenüber der Kronen Zeitung.

Der Winter verlief alles andere als erfolgreich, man habe nur einen Teilbetrieb fahren können. Für zusätzliche Schwierigkeiten hätten Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Bau eines Speicherteichs gesorgt. Dieser ist nötig, um die Schneekanonen betreiben zu können.

Trotz der Insolvenz soll der Betrieb der Abtenauer Bergbahnen aber weiterlaufen. Man strebe ein Sanierungsverfahren an, so die Geschäftsführung. Pendl erklärt, er sei zuversichtlich, dass keiner der 15 Mitarbeitenden gekündigt werden müsse.

Grund zur Hoffnung gebe vor allem, dass es mit dem Raiffeisenverband einen Interessenten für die Finanzierung der Sanierung gebe. Die Marktgemeinde Abtenau und der Tourismusverband übergeben die bisher gehaltenen Mehrheitsanteile laut den Salzburger Nachrichten an eine Privatstiftung, die dem Salzburger Raiffeisenverband gehört.