
Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten ist der Luftraum über dem Konfliktgebiet gesperrt. Zehntausende Menschen sitzen derzeit in der Region fest, weil Flüge nicht starten können. Besonders betroffen ist beispielsweise das internationale Luftverkehrsdrehkreuz in Dubai, das von vielen Reisenden als Flughafen zum Umsteigen frequentiert wird.
Doch nun betreffen die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auch den Flugbetrieb ab Nürnberg. Wie auf der Webseite des Albrecht-Dürer-Airports zu lesen ist, muss der Flug nach Beirut, der eigentlich am Dienstag (3. März) um 13 Uhr abheben sollte, annulliert werden. Auf der Webseite der Airline Sundair heißt es wiederum, „aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten wird SUNDAIR alle Libanon-Flüge bis 04.03.2026 aussetzen. SUNDAIR bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten.“ Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder das Ticket stornieren und erhielten dann den kompletten Buchungspreis zurück, heißt es auf der Webseite weiter.
In der Nacht von Sonntag auf Montag begann die Hisbollah-Miliz, eine Verbündete des Iran, mit Angriffen auf Israel. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) griff Israels Armee daraufhin in Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der Hisbollah an. Unter anderem die südlichen Vororte Beiruts wurden bombardiert.
Auswirkungen des Nahost-Konfliktes auf den Flugverkehr: Weitere Verbindung ab Nürnberg unsicher
Ein Fragezeichen schwebt auch über die Eurowings-Verbindung von Nürnberg nach Erbil. Eigentlich sollte am Dienstag (10. März) um 6 Uhr eine Maschine in die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Irak abheben. Auf der Seite der Airline ist diese Verbindung aktuell auch buchbar, aber nach jetzigem Stand setzen Eurowings und andere Airlines der Lufthansa Group aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten alle Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman Erbil, Dammam und Teheran bis einschließlich 8. März aus.
Weiter heißt es auf der Webseite von Eurowings, „die Lufthansa Group beobachtet und bewertet kontinuierlich die Sicherheitslage im Nahen Osten und steht in engem Kontakt mit den Behörden.“ Ob die Maschine nach Erbil am 10. März also wirklich in Nürnberg abheben kann, hängt von der Entwicklung des Konfliktes ab.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte zur Konfliktdauer am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“: „Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können.“ Auch US-Präsident Trump geht laut Angaben der dpa davon aus, dass der Krieg mit Iran vier Wochen dauern könnte.
Die Auswirkung im Flugverkehr betreffen unterdessen auch den Flughafen München massiv. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sind seit Beginn des Iran-Krieges Dutzende Flüge in den Nahen Osten aus Sicherheitsgründen gestrichen worden. Eine Flughafensprecherin sprach am Montag von 40 Flügen, die am Wochenende nicht hätten stattfinden können. Am Montag wurden den Angaben zufolge weitere 29 Flüge storniert - darunter 14 Starts und 15 Landungen in München.
Betroffen seien die Maschinen von elf Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Etihad, Qatar Airways, Emirates, Gulf Air und El Al. Die Passagiere würden von den Fluggesellschaften über etwaige Absagen informiert und notfalls in Hotels untergebracht. Die Situation am Flughafen selbst sei somit ruhig, sagte die Sprecherin. Wann sich der Flugbetrieb in die Golf-Region normalisiere, sei bisher nicht absehbar. Der Flughafen rate dazu, die Airlines zu kontaktieren, um Informationen zu erhalten.
Mit Material der dpa. Der Artikel wurde am 2. März um 13.45 Uhr aktualisiert.
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