
Weniger Ballbesitz, weniger Torschüsse, weniger gewonnene Zweikämpfe: Dass der 1. FC Nürnberg am Ende in Berlin verliert ist nicht unverdient, angesichts des Spielverlaufs aber extrem bitter. Wie so oft in dieser Spielzeit hätte alles auch ganz anders laufen können, doch die Gastgeber waren maximal effizient. Nach der Partie in der Hauptstadt stehen Spieler und Trainer Rede und Antwort.
„Wir machen den Ausgleich quasi aus dem Nichts, dann ist es bitter wenn du so eine gute zweite Halbzeit hast, kannst aber deine Chancen nicht nutzen - und dann zappelt der Ball im Netz bei der Qualität der Hertha“, sagt Übungsleiter Klose nach Abpfiff ins Sky -Mikrofon. Abwehrchef Fabio Gruber legt den Finger noch tiefer in die Wunde. „Das war eine bodenlose erste Halbzeit, dann können wir im zweiten Durchgang das 2:1 machen und haben hinten wenig zugelassen, dass es dann so läuft ist extrem bitter.“
Vor allem der Zeitpunkt ist umso ärgerlicher - kurz vor der Ziellinie gibt der Club einen wichtigen Zähler aus der Hand. „Bei der Qualität der Hertha, kann dann immer etwas passieren. Wir müssen lernen, unser Tor da besser zu schützen. Wir haben die falsche Entscheidung getroffen, dürfen nicht auf den Ballgewinn gehen, sondern ihn nur am Torschuss hindern. Auswärts bleiben es die Kleinigkeiten. Mal sind es individuelle Fehler, mal ein Moment, in dem wir falsche Entscheidungen treffen. Es sind immer fünf bis zehn Minuten, in denen wir uns nicht stabilisieren können“, analysiert Klose.
Auch Torschütze Tom Baack ist weniger glücklich, als er es sein sollte: „Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Wir haben es ein bisschen an Intensität fehlen lassen. Wir müssen einfach auch auswärts Gas geben und gegen den Ball ackern und eklig werden. Die Tabelle ist gesplittet. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir ein paar Dreier einfahren, dass wir letztlich gar nichts mit da unten zu tun bekommen.“
Torhüter Jan Reichert ergänzt, dass „der letzte Punch“ fehlte, „sowohl vorne als auch bei der entscheidenden Situation. Somit ist es einfach bitter, dass wir hier mit leeren Händen nach Hause fahren und nicht die PS, die wir zuhause auf den Platz bringen, auch auswärts umgesetzt kriegen.“ Am kommenden Samstag dürfen die Nürnberger Profis versuchen, es besser zu machen. Dann ist Fortuna Düsseldorf zu Gast im Max-Morlock-Stadion.
