Berlin - Nach den Angriffen auf den Iran ist die Lage in der Region angespannt. Das Auswärtige Amt verschärft die Hinweise und warnt nun offiziell vor Reisen in zahlreiche Staaten des Nahen Ostens.

Nach den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran ist die Sicherheitslage in der Region angespannt. Vor Urlaub und anderen Aufenthalten wird deswegen jetzt offiziell gewarnt.

So verschärft das Auswärtige Amt nach der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran die Reise- und Sicherheitshinweise für die ganze Region. Wie nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung aus dem Ministerium zu hören war, gelten jetzt Reisewarnungen für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Iran besteht schon seit 2022 eine Reisewarnung.

Die jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen stünden in Kontakt mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort, hieß es aus dem Ministerium weiter. Das Auswärtige Amt habe zudem Fürsorgemaßnahmen für seine entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen.

Angriffe sorgen für Chaos im Luftverkehr

Die Militärschläge haben auch den Flugverkehr im Nahen Osten massiv durcheinandergebracht - mit spürbaren Folgen auch für internationale Verbindungen. Mehrere Staaten reagierten und sperrten ihren Luftraum, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen mit Emirates und Etihad zwei bedeutende Airlines beheimatet sind. Auch Länder wie Syrien, der Irak und Katar machten ihren Luftraum vorübergehend dicht, wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtete.

Qatar Airways erklärte zudem, dass das eigene Drehkreuz in Doha aktuell nicht mehr regulär angeflogen werden könne. Maschinen mit Ziel Israel wurden auf andere Airports umgeleitet. Reisende, die sich am Ben Gurion International Airport nahe Tel Aviv befanden, mussten das Terminal wieder verlassen.

Zahlreiche internationale Fluggesellschaften reagierten ebenfalls: So setzten unter anderem Lufthansa, Air France, Transavia und Pegasus Airlines ihre Verbindungen in den Nahen Osten vorerst aus.