Nürnberg - Gardena Pipeline Start-Set: Regner versenkt sich automatisch, kein Schlauch liegt herum.

Während ich in vielen Gärten meiner Herzogenauracher Nachbarschaft schon Mähroboter fahren sehe, ist mir eines aufgefallen: Gartenbesitzer investieren Hunderte Euro in einen automatischen Rasenmäher und lassen den Rasen dann trotzdem vertrocknen, weil das Thema Bewässerung hinten ansteht. Dabei ist ein trockener, brauner Rasen genauso ein Problem wie ein ungepflegter. Wer also schon den Schritt zur Automatisierung gegangen ist, sollte den nächsten konsequent folgen lassen.

Es gibt viele Produkte für eine automatische Bewässerung. Wer dabei von Beginn an eine saubere Lösung sucht, findet diese im Gardena-Start-Set mit Viereckregner. Das unterirdische Bewässerungssystem verbannt Gartenschläuche komplett aus dem Sichtfeld. Ich war zunächst skeptisch, ob ein Starter-Set für knapp 77 Euro wirklich alles liefert, was man braucht. Die Antwort ist: fast. Aber dazu gleich mehr.

Was steckt im Set?

Gardenas Start-Set Pipeline mit Viereckregner besteht aus 13 Teilen und enthält im Wesentlichen alles, um sofort loszulegen – bis auf ein wichtiges Detail, das Gardena leider nicht immer prominent kommuniziert. Dazu komme ich weiter unten.

Hier ein Überblick über den Lieferumfang:

  • Anschlussdose für die Verbindung zur Hauswasserleitung
  • Wasserstecker als oberirdische Entnahmestelle (praktisch für Gartenschlauch oder Gießkanne)
  • Pipeline-Viereckregner – versenkbar, drehbar, mit integriertem Schmutzsieb
  • Verbindungsmaterial und Dichtungen für die unterirdische Verlegung

Herzstück des Sets ist der Viereckregner. Er versenkt sich nach dem Bewässerungsvorgang automatisch wieder in den Boden. Heißt: kein Stolpern, kein Beschädigen durch den Mähroboter oder den Rasenmäher, kein unschöner Anblick. Klingt banal, ist in der Praxis aber ein echter Unterschied zu Systemen mit oberirdischen Regnern.

Grundsätzlich ist das unter anderem bei Amazon erhältliche Gardena-Pipeline-System modular aufgebaut. Das bedeutet: Du startest mit diesem Set und kannst später weitere Regner, Wasserstecker oder Bewässerungszonen ergänzen, ohne das komplette System austauschen zu müssen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber günstigen No-Name-Alternativen, bei denen die Erweiterung oft zum Glücksspiel wird.

Wie gut funktioniert die Bewässerung in der Praxis?

Zwischen 9 und 216 Quadratmetern lässt sich die bewässerbare Fläche einstellen. Du bist also flexibel, je nachdem, wie viele Regner parallel betrieben werden und wie hoch der Wasserdruck am Anschluss ist. Für einen mittelgroßen Hausgarten mit rechteckigem Rasen ist das mehr als ausreichend.

Was mich positiv überrascht hat: Die Düsen des Viereckregners sind in Breite und Länge individuell einstellbar. Man kann also auch L-förmige oder etwas schmalere Rasenflächen abdecken, solange man die Regner bei der Installation entsprechend positioniert. Das erfordert etwas Planung beim Verlegen der Rohre, zahlt sich aber langfristig klar aus, weil man keine Stellen vergisst und es nirgendwo zu viel regnen lässt.

Ein Hinweis aus den Nutzerbewertungen, den ich für wichtig halte: Der Wasserdruck muss stimmen. Bei schwachem Leitungsdruck sollte man nicht zu viele Regner parallel betreiben, sonst leidet die Reichweite spürbar. Dabei handelt es sich nicht um ein Gardena-spezifisches Problem, sondern gilt für alle Systeme dieser Art. Aber es ist etwas, das man wissen sollte, bevor man anfängt zu planen.

Ansonsten berichten Käufer, die das System schon eine Saison oder länger im Einsatz haben, durchweg positiv: Die Verbindungstechnik sitzt sicher, der Regner läuft zuverlässig, und das integrierte Schmutzsieb verhindert, dass Sandpartikel die Düsen verstopfen. 4,7 Sterne bei 32 Amazon-Bewertungen sind in diesem Preissegment herausragend.

Das müssen Sie vor dem Kauf wissen

Hier komme ich zu dem Punkt, den ich im Einstieg angesprochen habe – und der in manchen Produktbeschreibungen zu wenig Raum bekommt:

Die Verlegerohre sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Zwar liefert das Start-Set die Anschluss- und Verteilertechnik sowie den Regner. Doch die eigentlichen Rohre , die unterirdisch verlegt werden, müssen separat gekauft werden. Je nach Gartengröße und gewünschter Anzahl an Entnahmestellen können das schnell noch einmal 30 bis 60 Euro zusätzlich sein. Wer das nicht einkalkuliert, erlebt beim Auspacken eine unangenehme Überraschung.

Ein zweiter Punkt: Das System ist auf rechteckige Flächen optimiert. Wer einen stark geschwungenen oder unregelmäßig geschnittenen Garten hat, sollte vorab genau planen, ob und wie viele Regner nötig sind, um alle Bereiche zu erreichen. Im Zweifel lohnt ein Blick auf Gardenas eigenen Planungsservice auf der Website.

Für wen ist das Set geeignet?

Gardenas Start-Set zur Garten-Bewässerung lohnt sich vor allem für diese Gruppen:

  • Hausbesitzer mit regelmäßig zu bewässernden Rasenflächen, die den Schlauchsalat ein für alle Mal loswerden wollen
  • Mähroboter-Besitzer, die ihren Garten konsequent automatisieren möchten – Mähen und Bewässern laufen dann komplett ohne, dass man Schläuche wegräumen muss
  • Gärtner ohne Urlaubshilfe: Wer öfter verreist und niemanden zum Gießen hat, profitiert davon, die Pipeline mit einer smarten Bewässerungssteuerung (etwa Gardena Smart Water Control ) zu kombinieren
  • Wer bereits andere Gardena-Produkte nutzt und in das bewährte Ökosystem investieren möchte

Weniger geeignet ist das Set für Mieter oder alle, die in absehbarer Zeit den Garten umgestalten wollen. Ein Verlegen der Rohre ist zwar nicht aufwendig, aber eben doch ein kleines Projekt, das sich nur lohnt, wenn man langfristig plant.

Preise im Vergleich

Das Set ist bei mehreren Händlern erhältlich. Hier die besten Angebote:

  • Amazon : 81,90 Euro (- 39 %) versandkostenfrei
  • Alternate: 76,99 Euro (- 43 %) zzgl. 7,79 Euro Versand

Für ein Gardena-Markenprodukt in dieser Qualitätsstufe ist das ein fairer Preis, zumal das System erweiterbar ist.

Fazit

Das Gardena Pipeline Start-Set mit Viereckregner ist ein durchdachtes, gut verarbeitetes Einstiegsprodukt für alle, die ihre Gartenbewässerung endlich automatisieren wollen. Zwar erfordert die Installation etwas Planung. Wer das aber einkalkuliert, bekommt ein System, das langfristig zuverlässig läuft und sich nahtlos in ein größeres Gardena-Ökosystem integrieren lässt.

Mein Tipp: Vor dem Kauf kurz die Gartenfläche ausmessen und ausrechnen, wie viele Meter Verlegerohre Sie zusätzlich benötigen. Dann wird aus dem Start-Set wirklich ein vollständiges System zur Bewässerung – und der nächste Schritt in Ihrem automatisierten Garten ist getan.

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