
Inzwischen sind die Nürnberger und Nürnbergerinnen leidgeprüft. Zum wiederholten Mal in kurzer Zeit ruft Ver.di bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Die Folge: Am Freitag (27. Februar) und Samstag (28. Februar) stehen sämtliche U-Bahnen und Trams jeweils für den ganzen Tag. Die Arbeitsniederlegung bei der VAG beginnt jeweils um 4 Uhr in der Früh und dauert bis zum Betriebsschluss.
Auch der reguläre Busfahrplan für Nürnberg entfällt, ebenso das reguläre NightLiner-Angebot von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag. Wie bereits bei den vergangenen Streik-Runden hält die VAG aber einen Notfallfahrplan mit Bussen aufrecht. Auf Basis des NightLiner-Netzes verkehren insgesamt 16 Buslinien im Stadtgebiet. Die Busse rücken sternförmig vom Hauptbahnhof in alle Richtungen aus. Die erste Abfahrt ist gegen 5 Uhr am Hauptbahnhof. Bis 21 Uhr sollen die Busse jeweils zur vollen und halben Stunde fahren. Ab 21 Uhr verkehren die Fahrzeuge dann zu jeder vollen Stunde.
Zudem werden zwei Sonderlinien eingerichtet. Die Linien S verkehrt auf der Route Hauptbahnhof - Plärrer - Maximilianstraße - Hallertor - Plärrer. Die Linie E U3 fährt auf der Strecke Hauptbahnhof - Plärrer - Rothenburger Straße - Gustav-Adolf-Straße und zurück. Die Linien 82 und 83 verkehren im Normalfahrplan. Die Fahrten um 7.19 Uhr und 7.39 Uhr allerdings entfallen.
Nicht betroffen vom Streik ist die Deutsche Bahn und damit die Linien der S-Bahn. Am Sonntag, 1. März, sollen dann Bus, Tram und U-Bahn wieder in ihren Regelbetrieb zurückkehren.
Die infra Fürth gibt bekannt, dass es auch in der Kleeblattstadt zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen wird. An beiden Streik-Tagen soll es einen reduzierten Busfahrplan geben. Vornehmlich in Zusammenarbeit mit privaten Verkehrsunternehmen sollen die Busse im 60-Minuten-Takt auf einem eingeschränkten Streckennetz verkehren, teilt die infra mit. Einzige Ausnahme ist die Linie E77, diese verkehrt im 30-Minuten-Takt. Die Linien E71, E72, E73, E75, E77, E78, E79 und E33 verbinden unter anderem die Stadtteile Burgfarrnbach, Hardhöhe, Vach, Atzenhof, Oberfürberg und Großgründlach sowie den Flughafen Nürnberg mit der Fürther Innenstadt. Die NightLiner-Linien verkehren in beiden Nächten nicht. Von den Ausfällen der U1 ist Fürth ebenso betroffen.
Zudem wird es am Freitagmorgen zu Auswirkungen auf den Schulverkehr kommen. Die infra selbst will - soweit es personell möglich ist - mit einzelnen Verstärkerfahrten unterstützen. Die Verstärkerbusse zum Stadion für das Fußballspiel am Samstag sollen von privaten Verkehrsunternehmen übernommen werden.
Streik im Nahverkehr: Weitere Städte in Franken betroffen
Auch die Stadtwerke Bamberg kündigen erneut Auswirkungen durch den Streik an. Zwei Tage lang wird der reguläre Stadtbusverkehr in der oberfränkischen Stadt still stehen. Die Stadtwerke richten nach eigenen Angaben an beiden Tagen zwischen 6 Uhr (erste Abfahrt ZOB) und 20 Uhr (letzte Abfahrt ZOB) einen Notfahrplan ein, der auf dem Weg der Linien 935, 936, 937 und 938 basiert. Im Stundentakt sollen die Busse verkehren. Auf der Linie 936 können die Haltestellen „Gönnerstraße“ und „Marienplatz“ stadteinwärts jedoch nicht bedient werden.
Der Schulbus zur Wunderburgschule in Bamberg sowie die Verstärkerfahrten, die eigentlich zum morgendlichen Schulbeginn durch die Stadtwerke Bamberg durchgeführt werden, entfallen, heißt es in einer Mitteilung weiter. Die Schulbusse der Firma Basel sind von dem Streik hingegen nicht betroffen und bringen die Schülerinnen und Schüler am Freitag wie gewohnt zu Schule.
Auch Bayreuth ist an beiden Tagen von dem neuerlichen Warnstreik betroffen. Nach Informationen der Stadtwerke fahren ausschließlich Busse der Partnerunternehmen. Auf vielen Linien könne so zumindest ein Grundangebot aufrecht erhalten werden. Es sei aber mit Verzögerungen und einer hohen Auslastung zu rechnen. Die Streikfahrplan für Freitag ist hier einsehbar. Die Regionalbusse fahren ohne Einschränkungen.
Auch in Schwabach soll es zu Auswirkungen auf den Busverkehr kommen. Online geben die Stadtwerke bekannt, dass die Buslinien in einem Notbetrieb verkehren. Welche Fahrten stattfinden und welche ausfallen, könnten Fahrgäste tagesaktuell über die VGN-App einsehen. Der Schulbusverkehr solle größtenteils aufrecht erhalten werden. Im Nachmittags- und Abendverkehr könne es jedoch zu Einschränkungen kommen, so die Schwabacher Stadtwerke. Nicht betroffen von den Einschränkungen seien Regionalbusverkehre und die VAG-Linie 83.
Dieser Artikel wurde am 25. Februar um 14.20 Uhr aktualisiert.
