Nürnberg - Schnee, Regen und Tauwetter haben vielerorts dazu geführt, dass Pegelstände in den vergangenen Tagen gestiegen sind. Nun entspannt sich die Lage in weiten Teilen Frankens allerdings wieder.

Regen und Tauwetter hatten in den vergangenen Tagen Spuren in der Region hinterlassen: Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, matschige Wiesen - diese Bilder waren in vielen fränkischen Landkreisen zu sehen. Doch nun gibt es gute Nachrichten: Die Lage entspannt sich vielerorts langsam. Für Franken meldet der Hochwassernachrichtendienst Bayern aktuell keine Warnstufe drei mehr.

In den kommenden Tagen erwartet der Hochwassernachrichtendienst Bayern etwa im Landkreis Coburg keine sogenannten abflussrelevanten Niederschläge mehr. Galt dort in Fürth am Berg an der Steinach (Landkreis Lichtenfels) bis vor Kurzem noch die Meldestufe drei, hat der Pegel inzwischen wieder die Meldestufe zwei erreicht. Das bedeutet zwar, dass noch land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet sein können oder es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen kann, doch der Hochwassernachrichtendienst rechnet damit, dass der Pegel weiter sinken wird.

Trotz sinkender Pegelstände: Weiterhin Ausuferungen und Überschwemmungen in Franken möglich

Komplette Entwarnung geben die Expertinnen und Experten allerdings noch nicht: Auch an kleineren Gewässern ohne Warnpegel kann es laut Hochwassernachrichtendienstweiterhin zu Ausuferungen und Überschwemmungen kommen. Auch wenn es in den kommenden Tagen trockener werden soll, befinden sich die Wasserstände in vielen Gewässern nach wie vor auf einem erhöhten Niveau.

Auch könne im Landkreis Bamberg in Kemmern am Main, in Vorra an der Rauhe Ebrach sowie in Schenkenau an der Itz derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die jeweiligen Pegel noch einmal von Meldestufe eins auf Meldestufe zwei ansteigen, informiert der Hochwassernachrichtendienst.

Hochwassersituation in fränkischen Landkreisen: Vielerorts erreichen Gewässer in Franken ihren Scheitelpunkt

Auch in Laufermühle an der Aisch im Landkreis Forchheim ist der Scheitel wohl noch nicht erreicht. Derzeit befindet sich der Pegel in der Meldestufe zwei. Der Scheitel solle dann in der Nacht zum Mittwoch (25. Februar) erreicht werden, teilt der Nachrichtendienst mit. Ähnlich ist die Situation etwa in Hüttendorf an der Regnitz oder Mainleus am Main (Landkreis Lichtenfels) der Fall. Hier hat der Pegel, der sich derzeit in Meldestufe zwei befindet, allerdings bereits seinen Scheitel erreicht.

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt, Landkreis Fürth, Landkreis Nürnberger Land und Landkreis Roth sowie in den Städten Erlangen, Fürth, Nürnberg und Schwabach liegen die Pegel dem Hochwassernachrichtendienst zufolge aktuell zwischen Meldestufe eins und zwei. Laut Vorhersage werden die Pegel dort zunächst in diesem Bereich bleiben.

Im Stadtgebiet und Landkreis Ansbach rechnet der Hochwetterwarndienst weiterhin mit stellenweise leichten Ausuferungen in Meldestufe ein. Betroffen sind etwa die Altmühl, Fränkische Rezat, Sulzach, Wörnitz und Tauber. Für das Aischgebiet vermeldet der Hochwasserwarndienst ebenfalls Meldestufe eins.

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